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Sanierungsgebiet „Marktplatz“ wird auf den Weg gebracht


Haben Sie schon darüber nachgedacht, Ihr Haus grundlegend auf Vordermann zu bringen? Es zu modernisieren? Wenn Ihr Gebäude in der näheren Umgebung des Marktplatzes liegt, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass Sie dafür mit einem stattlichen Zuschuss rechnen können. Die Stadt Weil der Stadt hat ein neues Sanierungsgebiet beantragt – und es wurde bewilligt.
 
Infoveranstaltung Marktplatz-Sanierung im Klösterle „Wir waren überrascht, wie schnell das geklappt hat“, so die Erste Beigeordnete Susanne Widmaier bei der Infoveranstaltung am vergangenen Mittwoch im Klösterle. Rund 65 Zuhörer waren gekommen, um die ersten Daten und Fakten zum geplanten Sanierungsgebiet „Marktplatz“ aus erster Hand mitzubekommen.
 
Noch sei nichts in Stein gemeißelt, erklärten Dr. Frank Friesecke und Dr. Tilman Sperle von der Stadtentwicklungs GmbH (STEG), weder die exakte Gebietsabgrenzung, noch die Sanierungsziele. Diese Dinge sollen bis zum Herbst geklärt werden. Die Stoßrichtung dagegen ist laut Susanne Widmaier klar: „Der Marktplatz soll zu einem wirklichen Ort der Begegnung werden.“ Daran wird bereits jetzt aktiv gearbeitet: beispielsweise mit dem neuen Verkehrskonzept, das in der Probephase steckt, der einheitlichen Möblierung der Außengastronomien sowie den blühenden Pflanzenkübeln.
 
Bei dem ersten Infoabend im Klösterle zum Thema (weitere werden folgen) standen aber nicht die städtischen Pläne im Vordergrund. Es ging darum, die Eigentümer und Anwohner über ihre Möglichkeiten zu informieren. Wer eine Immobilie in dem späteren Sanierungsgebiet besitzt, kann ab dem offiziellen Starttermin Fördermittel beantragen, deren Höhe der Gemeinderat festlegen wird und so viel günstiger sanieren, als wenn er alles aus eigener Tasche bezahlen müsste. Noch dazu können Steuererleichterungen geltend gemacht werden. Zuschussfähig sind alleine grundlegende Sanierungen und Modernisierungen, keine Luxusumbauten oder Schönheitsreparaturen.
 
Niemand werde zu irgendetwas verpflichtet, sagte Susanne Widmaier, und die Entscheidung müsse auch nicht sofort fallen. Die STEG wird in den nächsten Tagen Fragebögen verschicken, die ein mögliches Interesse ausloten und den Zustand der Gebäude dokumentieren sollen. Sämtliche Angaben werden streng vertraulich behandelt. „Und auch damit legen Sie noch nichts fest“, so Dr. Frank Friesecke. „Es geht nur darum, ob Sie sich vorstellen könnten an Ihrem Haus etwas zu verändern.“ Erst wenn es zu einem Vertrag zwischen Stadt und Eigentümer kommt, wird es verbindlich.

INFO

 
Das Sanierungsgebiet „Marktplatz“ hat eine Laufzeit von 2016 bis 2025. Der aktuelle Förderrahmen beträgt 1,5 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg stellt 900.000 Euro für Weil der Stadt zur Verfügung, die Stadt steuert die restlichen 600.000 Euro bei. Außerdem besteht die Möglichkeit, den Förderrahmen zu erhöhen, wenn klar ist, dass die Mittel vollständig abgerufen werden.


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Redakteur / Urheber
Christine Strienz, Pressebüro Schiel

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Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!