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Spatenstich zum Baubeginn


MErweiterung Kläranlage it der Bewilligung des Landeszuschusses für den Ausbau der Kläranlage Weil der Stadt durch das Regierungspräsidium Stuttgart vom 17.08.2016, dem Baubeschluss des Gemeinderats vom 25.10.2016, den ersten Vergabebeschlüssen des Gemeinderats vom 20.12.2016 und der Bestätigung der Kampfmittelfreiheit stehen für die Erweiterung der Kläranlage Weil der Stadt nun alle Zeichen auf „Grün“. Deshalb lud die Stadtverwaltung zum Beginn der eigentlichen Bauphase zum Spatenstich in die Josef-Beyerle-Straße ein. Bis zum September 2018 soll der Umbau bei laufendem Betrieb abgeschlossen sein.
 
Kläranlagen - Eröffnungsrede BM Schreiber Der Bau der Erweiterung ist im Moment das größte Projekt, das die Stadt Weil der Stadt finanziert. Wie Bürgermeister Schreiber bei der Eröffnung erwähnte, wäre der Bau ohne den Zuschuss des Landes gar nicht möglich gewesen. Die Gesamtkosten der Anlagenerweiterung sind mit 3,85 Mio.€ veranschlagt, davon übernimmt das Land Baden- Württemberg 1,6 Mio €. Bürgermeister Schreiber blickte in seiner Rede auf die 3 Jahre andauernde Planungsgeschichte zurück und bedankte sich bei allen im Planungsprozess und in der Ausführung Beteilligten und ausdrücklich auch bei den Beschäftigten der Weil der Städter Kläranlagen und wünschte gutes Gelingen und eine unfallfreie Baustelle – der Umbau bei laufenden Betrieb ist für alle eine große Herausforderung.
 
Nötig wurde die Erweiterung, da die Erlaubnis für die Weiler Kläranlage zum 1. Januar 2018 ausläuft. Bereits 2014 wurde davon ausgegangen, dass der Neubau zweier Belebungsbecken, der Bau einer zusätzlichen Förderschnecke im Zwischenhebewerke und weitere Arbeiten erforderlich sind, geschätzte Kosten damals 1,0 Mio Euro.
 
Im Zuge der Detailplanungen zeigte sich jedoch sehr schnell, dass auch das Volumen des Nachklärbeckens nicht ausreichend ist, um die zukünftigen hydraulischen Anforderungen der Kläranlage erfüllen zu können. Daher musste eine Überplanung der gesamten Anlage ab dem Zwischenhebewerk vorgenommen werden.

Folgende Maßnahmen müssen nun umgesetzt werden


Im Zwischenhebewerk ist der Einbau einer dritten Förderschnecke erforderlich, um die anfallenden Abwassermengen in allen Betriebszuständen zuverlässig in die nachgelagerten Anlagenteile führen zu können.
 
Bei der Belebung werden zwei neue Becken im Volumen von jeweils 800 m³ errichtet. Gleichzeitig muss ein altes Becken mit einem Volumen von 625 m³ außer Betrieb genommen werden. Zusammen mit dem weiter zu betreibenden Becken steigt das Volumen der Belebung durch den Ausbau von 1.498 m³ auf 2.473 m³.
 
Der Ausbau der Belebung zieht umfangreiche Arbeiten an den Belüftungsanlagen nach sich. Diese werden aus dem UG des alten Betriebsgebäudes in einen ebenerdigen Anbau des alten Betriebsgebäudes verlagert. Dieser Anbau ist ebenfalls neu zu errichten und beherbergt künftig auch die elektronische Ausrüstung (Schalt-, Steuer- und Messtechnik), welche ebenfalls komplett erneuert wird.
 
Bei der Nachklärung ist eine Verdoppelung des Beckenvolumens auf 2.550 m³ erforderlich. Dies wird durch den Neubau eines Nachklärbeckens erreicht; das bestehende Becken wird weiter betrieben.
 
Die momentane Belastung der Kläranlage liegt bei  9.000 Einwohnern sowie einer zusätzlichen Belastung durch die Gewerbebetriebe. Dies ergibt rechnerisch 18.000 sogenannte Einwohnergleichwerte. Die erweiterte Kläranlage kann dann bis zu 20.000 Einwohnergleichwerte verarbeiten. Die Kläranlage hält die behördlich vorgeschriebenen Ablaufwerte bis auf sehr seltene Ausnahmen zuverlässig ein, jedoch ist die Bausubstanz aus den 1960ger und 1970ger Jahren für die mittlerweile anfallende Abwassermenge nicht mehr ausreichend dimensioniert und eine Erweiterung dringend notwendig. Daher wird nun die Kapazität der Klärbecken von 65 Liter pro Sekunde auf 125 Liter pro Sekunde erhöht. Hiermit sind auch mögliche zusätzliche Abwassermengen aus zukünftigen Baugebieten abgedeckt.
 
Die Planung übernahm bereits das Ingenieursbüro Kuhnle aus Pforzheim, die Bauarbeiten die Firma Hirschberger und Kusterer aus Bad Liebenzell und die Maschinentechnik wird die Firma Syro aus Wilnsdorf liefern.
 
Spatenstich bei der Kläranlage Schreiber dankte auch den anwesenden Gemeinderäten für die einstimmige Unterstützung der wichtigen, aber auch kostenintensiven Pflichtaufgabe und hofft auf eine termingerechte, Kosten-einhaltende und unfallfreie Bauausführung. Beim anschließenden Spatenstich und Baggerbiss erfüllten sich dann so mancher Traum, durfte doch der ein oder die andere einmal mit einem echten Bagger schaufeln.




Bildunterschrift:
Das Bild zeigt von links nach rechts: Bürgermeister Thilo Schreiber, Frank Kuhnle vom Ingenieurbüro Kuhnle, Kämmerer Ulrich Knoblauch, Frau Hanisch vom Regierungspräsidium, Martin Hirschberger von der Fa. Hirschberger und Kusterer, Eva de Haas, Amtsleiterin Wasserwirtschaftsamt Landratsamt Böblingen, Volker Weber, Leiter der Kläranlage Weil der Stadt und stellvertretend für den Gemeinderat Cornelia Schmalz.
 
Grafik:
Auf der beigefügten Grafik sind die geplanten Erweiterungsbauten gelb markiert.

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Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Weil der Stadt

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