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Aufstellung des Bebauungsplans - Bebauungsplanverfahren
„Merklinger Straße – 3. Erweiterung“


Öffentliche Bekanntmachung
 
Aufstellung des Bebauungsplans - Bebauungsplanverfahren
„Merklinger Straße – 3. Erweiterung“
im Stadtteil Münklingen

 
Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 23.05.2017 gemäß § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen, den Bebauungsplan „Merklinger Straße – 3. Erweiterung“ aufzustellen. Für den Geltungsbereich des Bebauungsplanes ist der nachfolgende Lageplan des Stadtbauamtes mit Datum vom 09.05.2017 maßgebend.

Anlass, Ziele und Zwecke der Planung


 
Das Planungsgebiet wurde bereits im Stadtentwicklungsplan 2020 (STEP) als mögliche Erweiterung des Gewerbegebietes von Münklingen festgelegt. Die Abgrenzung ergibt sich aus den topografischen Gegebenheiten, aus der Berücksichtigung der im Kreislandschaftsplan ausgewiesenen Suchflächen, sowie einem Puffer zum „EnBW Umspannwerk Münklingen“.
 
Das Plangebiet ist etwa 0,9 ha groß und grenzt in Richtung Osten an die Gemarkungsgrenze zwischen Merklingen und Münklingen. Im Süden grenzt das Gebiet an die frühere Ortsverbindungsstraße, ehem. Merklinger Straße. In Richtung Westen an die bestehende Bebauung entlang der Carl-Zeiss-Straße und in Richtung Norden an das Grundstück Flst. 3102, Gemarkung Merklingen.
 
Es ist vorgesehen, den Planungsbereich als „GE“ gemäß § 8 BauNVO auszuweisen. Auf Ausnahmen gemäß § 8 Abs. 3 soll zur Verhinderung einer schleichenden bzw. nachträglichen Gebietsveränderung (z.B. durch Wohnnutzung) verzichtet werden.
 
Das vorgesehene Gelände  ist besonders geeignet wegen seiner guten Erreichbarkeit von der Böblinger Straße (K 1020), der bereits bestehenden Verkehrserschließung über die Carl-Zeiss-Straße und die bereits bis an das Areal herangeführten Versorgungsleitungen für Energieversorgung und Wasser.
 
Somit kann eine gewerbliche Fläche von fast 1 Hektar Größe kostengünstig und flächensparsam erschlossen werden, ohne das Landschaftsbild stark zu belasten. Die Fläche schließt sich westlich an die Gebäudegruppe des vorhandenen Gewerbegebiets an; östlich beginnt der freie Landschaftsraum erst jenseits der großen Umformstation der EnBW , die zusammen mit den zu- und abführenden Höchstspannungsleitungen hier das Landschafsbild dominiert.
 
Da für die äußere Verkehrserschließung keine neuen Flächen benötigt werden, ist das Verhältnis von Zugewinn an gewerblicher Nutzfläche zu Verbrauch an landwirtschaftlicher Nutzfläche günstig. Belange des Artenschutzes sind aufgrund der vorhandenen Nutzungen relativ gut zu berücksichtigen. Im Gebiet sind aus der vorangegangenen Planung des Bebauungsplanes „Merklinger Straße 2. Erweiterung“ Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, jedoch noch nicht ausgeführt. Im Rahmen des Verfahrens soll eine geeignete alternative Ausgleichsmaßnahme realisiert werden.
 
Im Rahmen der Bebauungsplanung soll ein landwirtschaftlicher Weg in Nord-Süd-Richtung eingeplant werden, um die landwirtschaftliche Nutzung im Gewann Götzenrain zu erleichtern.

 
Parallele Änderung des Flächennutzungsplanes gemäß § 8 Abs. 3 Baugesetzbuch


 
Der Flächennutzungsplan hat die Aufgabe, die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung, nach den voraussehbaren Bedürfnissen in den Grundzügen darzustellen. Er bildet damit die Grundlage für die Entwicklung von Bebauungsplänen. Im Normalfall ist ein Bebauungsplan aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln (§ 8 Abs. 2 Baugesetzbuch – BauGB). Ist dies nicht möglich und soll der Bebauungsplan von den Darstellungen des Flächennutzungsplans abweichen, muss auch der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden. Das Planungsgebiet ist im derzeit gültigen Flächennutzungsplan als „landwirtschaftliche Flächen“ dargestellt. Für die Aufstellung eines Bebauungsplanes ist daher eine parallele Änderung des Flächennutzungsplanes gemäß § 8 Abs. 3 Baugesetzbuch erforderlich. Dies erfolgt derzeit in einem parallelen Verfahren.
 
 
 

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