Freizeit & Tourismus

Fenster von JoKarl Huber

"Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?"

Wer zeigt schon gerne, was normalerweise unter den Teppich gekehrt wird?

In Weil der Stadt stand 2013 ein Zeugnis des kirchlichen Widerstands im Zentrum des Tages: das "Hitler-Fenster" in der katholischen Stadtkirche St. Peter & Paul.

Der Künstler Josef Karl Huber verlieh in seinem 1939 gestalteten Glasfenster dem Teufel die Züge von Adolf Hitler - eine mutige Ablehnung des nationalsozialistischen Irrglaubens. Mut bewiesen sowohl der Künstler selbst, als auch Stadtpfarrer August Uhl, der seinen Schulfreund JoKarl im Jahr 1936 zu Renovierungsarbeiten an St. Peter und Paul holte.

Aufgrund des Bildes wurde Huber im Jahr 1941 zum Kriegsdienst eingezogen. Er nahm am Zweiten Weltkrieg teil und geriet 1944 in britische Gefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er Professor an der Kunstakademie München.

Weitere Informationen zu diesem Bild finden sich unter dem Archiv der Zeitgeschichte von "ZDF History". Der Beitrag lief vor einigen Jahren im Zweiten Deutschen Fernsehen und informierte über Kirchen und die NS-Ideologie

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Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!