Keplerstadt

Bra

Bra (Italien)

Wappen von Bra Bra, im Nordwesten Italiens in der Region Piemont gelegen, ist mit ihren 33.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Provinz Cuneo. Von Alba ist Bra etwa 15 Kilometer entfernt, von Cuneo 45 Kilometer, von Turin 50 Kilometer und von Mailand 150 Kilometer.

Bra liegt im Auslaufbereich der Cuneeser Ebene, inmitten der Hügellandschaften von Langhe und Roero. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Fläche von 59,62 km². Die Bevölkerungsdichte beträgt 465 Einwohner je km².

Geschichte

Erste Ansiedlungen von Menschen in der Gegend von Bra liegen sehr weit zurück: aus der Jungsteinzeit stammende Funde von den umliegenden Hügeln zeugen davon. Die Römer gründeten Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. im Tanarotal die Stadt Pollentia (heutiger Stadtteil Pollenzo). Sie diente den Römern als Handelsstation und militärischer Stützpunkt zwischen den ligurischen Häfen und der Piemontesischen Ebene. Einzig übriggebliebenes Zeugnis der antiken Stadt ist heute das Amphitheater, an dessen Grundriss die Neugestaltung des modernen Pollenzo angelehnt ist.

Teatro Politeama Palazzo Comunale (Rathaus)
Wein aus Bra Palazzo Comunale (Rathaus) bei Nacht

Adelaide di Susa teilte im Jahre 1082 einer Gruppe von Mönchen am Fuße des Braider Hügels ein Landgut zu. Auf diesem weitläufigen Weideland gründeten die Mönche eine Siedlung. Der Ursprung von Bra geht vermutlich auf diese Gründung zurück. 1341 wurde Bra wesentlicher Bestandteil der Grafschaft von Asti und wurde somit von den Visconti verwaltet. Im Jahre 1515 musste Bra hilflos dem Einfall von Francesco I. zusehen und sich seinem Heer ergeben; 1531 waren sie der Wiederkehr der Franzosen ausgesetzt. Die kaiserlichen Truppen unter dem Kommando von Emanuele Filiberto von Savoyen und Ferrante Gonzaga eroberten und besetzten 1552 auf blutige Weise die damalige Ortschaft Bra.

1760 wurde Bra auf Erlass von Carlo Emanuele III. in den Rang einer Stadt erhoben.

Industrialisierung

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts werden in Bra die eigenen Rohstoffe industriell verarbeitet und vermarktet. Die handwerklichen Kleinbetriebe verwandeln sich in großangelegte Gerbereien. Zusammen mit der Landwirtschaft stellen sie die Haupterwerbsquellen dar. Die florierende Industrie benötigt neue Arbeitskräfte und wird Anziehungspunkt für Emigranten aus dem ärmeren Süditalien. Der industrielle Fortschritt, der damals seinen Anfang nahm, spiegelt sich noch heute in den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen wider.

Bra verfügt über ein kunststoffverarbeitendes Industriezentrum, das weltweit zu den größten dieser Art zählt. Unternehmen verschiedenster Richtungen betreiben über die Landesgrenzen hinaus Handel. Die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Nahrungsmittel der Langhe, des Roero und der Cuneeser Ebene liefert zusammen mit dem Garten- und Weinbau und der Viehzucht die Grundlage für diesen regen Austausch.

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