Keplerstadt

Riquewihr

Riquewihr (Frankreich)

Das „Rothenburg des Elsass“

Das im Oberelsass gelegene Riquewihr gehört zum Kreis Ribeauvillé und zum Verwaltungsbezirk Haut-Rhin. Es ist 13 Kilometer von Colmar und 63 Kilometer von Straßburg entfernt. Die kleine Stadt Riquewihr mit ihren 1.300 Einwohnern gehört wahrlich zu den schönsten Ortschaften Frankreichs.

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Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Riquewihr im Jahre 1094. Doch Funde römischer Münzen und zwei Merovinger-Gräber beweisen, dass die Gegend schon viel früher bewohnt war. Riquewihr soll seinen Namen einem reichen Grundbesitzer namens Richo verdanken, der große Gütereien (auf lateinisch villa) besaß. Aus Richovilla wurde im Laufe der Jahre dann Reichenweiher und schließlich Riquewihr.

Im Jahr 1320 wurde Riquewihr zur Stadt erhoben. Anno 1324 wurde sie Eigentum der Herzöge von Württemberg. Die Stadt erlebte danach bewegte Zeiten durch Kriege und Seuchen.

Die Glanzzeit der Stadt fällt in die Periode von 1500 bis 1620, in der fast alle schönen und sehenswerten Häuser entstanden sind, die sich längs der Hauptstraße, aber auch in vielen Nebenstraßen aneinander reihen; ein Beweis für den Wohlstand und Fleiß der Bürger sowie die hervorragende Qualität der Weine. Denn die Gebäude wurden nicht von Fürsten oder reichen Kaufleuten, sondern von Weinbauern, die für ihre edlen Weine hohe Preise erzielen konnten, gebaut.

Der 30-jährige Krieg zerstörte aber diesen Wohlstand. Die Stadt wurde mehrmals eingenommen und geplündert, ihre Beamten und Räte gefangen genommen.

Erst von 1680 an erholte sich die Stadt langsam wieder. Durch Entscheidung des "Conseil Souverain d'Alsace" wurde sie unter die französische Oberhoheit gestellt, doch wurden die Grafen von Württemberg noch im Besitz der Herrschaft belassen. Kurz darauf konfisziert Frankreich die Grafschaft unter verschiedenen Vorwänden. Sie wurde aber dann den früheren Regenten zurückgegeben. Durch den Pariser Vertrag (1796/1801) wurde die Stadt definitiv an Frankreich angeschlossen.

Exzellente Weine und bauliche „Schätze“

Heute lebt die Bevölkerung von Riquewihr hauptsächlich vom Weinbau und Tourismus. Von den 1.300 Einwohnern arbeiten mindestens 100 als Winzer. An schönen Tagen flanieren bis zu 50.000 Gäste durch die malerischen Gassen Riquewihrs. Jährlich besuchen rund 2 Millionen Touristen die Stadt. Es ist deshalb empfehlenswert, während der Woche oder außerhalb der Ferienzeiten zu kommen. Dann zeigt Riquewihr alle seine Schätze: bezaubernde Innenhöfe, wunderschöne Fachwerkhäuser sowie sorgfältig mit Blumen geschmückte Brunnen und Springbrunnen.

Die mittelalterliche Altstadt ist unbedingt einen Besuch wert, auch aus gastronomischer Sicht. Probieren Sie die Rebsorten der Region, zum Beispiel einen exzellenten Riesling sowie zwei angesehene große Weine, den „Sporen“ und den „Schönenburg“. Zahlreiche Winzer bieten Besichtigungen ihrer Weinkeller und Weinproben an.

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Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!