Keplerstadt

Zeittafel zur Stadtgeschichte

Vom Stadtbrand bis zum Ende der Reichsfreiheit (1648-1802)

1649 Gottesdienst und Ratssitzungen im Augustinerkloster. Verkauf des Ihinger Hofs.
1650 Eine kaiserliche Kommission gibt Weil eine neue Verfassung.
1654 Weil wird auf dem Reichstag zu Regensburg zur ruinierten und verarmten Stadt erklärt.
1655 Wiederherstellung der zerstörten Stadtkirche.
1664 Ersterwähnung der Himmelfahrtsprozession.
1665 Wiederaufbau des Rathauses.
1667 Kaiser Leopold I. nimmt die Stadt in seinen Schutz.
1670/73 "Der Weiler Bürgerlärm": innenpolitische Konflikte zwischen Magistrat und unzufriedener Bürgerschaft.
1671 Kaiserliche Kommission
um 1677 Die Weiler Bevölkerung ist völlig verarmt.
1682 Es gibt in der Stadt keine Evangelischen mehr.
1685 Der Magistrat erlässt ein "Tabak-Trinkverbot".
1687 Endgültige Stadtverfassung.
um 1690 Gründung einer Zeughandlungs-Compagnie durch Bürgermeister Hans David Gall d. J.
1692 Im Pfälzer Erbfolgekrieg Plünderung durch französische Truppen. Der "Türkenlouis" nimmt Quartier im Augustinerkloster.
1693 Hohe Besteuerung der Stadt durch die Franzosen; Flüchtlinge aus dem Umland in der Stadt.
1694 Große Hungersnot.
1695 Zerstörung des Gutleuthauses durch Brandstiftung.
1696 Badische Truppen im Winterquartier.
1700 Errichtung des barocken Hochaltars in St. Peter und Paul.
1705 Weils erste Feuerspritze.
1706 Im Spanischen Erbfolgekrieg Kontributionszahlungen an die Franzosen.
1715 Weihe der Kapuzinerkirche. Verbot des Fastnachtstreibens.
1721 In Weil gibt es noch 186 Wohnhäuser (von ca. 400).
1730 Einführung des regelmäßigen Kaminfegens.
1733 Unter dem katholischen. Herzog Alexander Besserung im Verhältnis zu Württemberg. Im Polnischen Erbfolgekrieg Einquartierungen.
1734 Fleckfieberepidemie mit 110 Toten.
1739 Weihe der Heiligkreuzkapelle und der Friedhofskapelle.
1742 Der Bildhauer Joseph Höchstetter eröffnet eine Werkstatt.  Barockisierung der Stadtkirche. Bau der Kanzel in St. Peter und Paul (Figuren von Höchstetter).
1748 Joseph Anton Gall, der spätere Bischof von Linz, wird geboren.
1749 Große Heuschreckenplage.
1754 Württemberg okkupiert die Planmühle. Letzte Hinrichtung auf dem Galgenberg (Falschmünzer).
1756/91 Bürgermeister Anton Gall: gibt der Stadt ein hohes Darlehen zur Tilgung der Schulden aus dem Siebenjährigen Krieg.
1763 Der Bürgeraussschuss vereitelt die Einführung einer neuen Polizeiordnung.
1769 Einführung der allgemeinen Schulpflicht.
1771 Große Hungersnot.
1779 Blütezeit der Zeughandlungs-Compagnie: Monopolstellung in  der Stadt.
1787 ff. Rechtsstreit zwischen der Compagnie und dem Handelsmann Anton Reich.
1788 Bürgermeister Gall erlässt eine Schulordnung: Einführung einer "Normalschule" nach österreichischem Vorbild.
1789 Starke Opposition der Bürgerschaft gegen den dem Rat hörigen Bürgerausschuss.
1792 Französische Emigranten aus dem Elsass (u. a. der spätere Bürgermeister Reifsteck).
1793 Bau des Gall'schen Palais am Markt.
1795 Verfassungsreform: im "Kommissionsrezess von 1795" wird  das alte Kooptationsrecht des Rats abgeschafft: Ansatz zu einer Demokratisierung. Reform wird nicht mehr verwirklicht.
1797 ff. Niedergang des Zeughandels durch württembergischen Boykott.
1798 Der Tuchscherer Joseph Beyerle d. Ä. gründet eine Tuchfabrik.

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