Keplerstadt

Zeittafel

Zeittafel zur Stadtgeschichte

Weil der Stadt im Königreich Württemberg (1802 bis 1919)

1802 Weil wird württembergisch: Ende der Selbstverwaltung, der autonomen
Gerichtsbarkeit, etc.
1803 Neue Municipal-Verfassung (der württembergische Amtmann steht über dem Magistrat). Weil hat 1.900 Einwohner. Säkularisierung des Augustinerklosters.
1807 Gründung des Oberamts Weil.
1808 Vereinigung der Oberämter Weil und Leonberg unter Leonberg. Erste Darstellung der Stadtgeschichte: Siegmund Friedrich Gehres
"Weil's der Stadt kleine Chronik".
1809 Verkauf des Hirsauer Hofs.
1810 Aufhebung des Kapuzinerklosters.
1811 Abbruch von Badtor und Hochgericht (Galgenberg).
1812 Zwei Weiler Bürger fallen auf Napoleons Russlandfeldzug. Abbruch der Augustinerkirche.
1812 ff. Abbruch großer Teile der Kernstadtmauer.
1813 Verkauf der beiden Klöster.
1815 Beim Einsturz des Brühlstegs während eines bengalischen Feuerwerks werden sieben junge Leute getötet.
1816/17 Hungersnot: Armensuppen, Brotgaben, Arbeitsbeschaffung.
1820 Beginn des Hopfenanbaus.
1822 Nach dem "Verwaltungsedikt von 1822" wird der Gemeinderat von den Vollbürgern gewählt. Der Bürgermeister heißt nun "Stadtschultheiß". Bau des Königstors zu Ehren König Wilhelms I. von Württemberg.
1824 Würmüberschwemmung
1825 Einrichtung eines Präceptorats (Lateinschule).
1828 Gründung der Bürgergarde.
1829 Erste Pockenschutzimpfung.
1830 Beginn der Amerika-Auswanderung (insgesamt etwa 240 Personen).
1834 Die Gall'sche Zeughandels-Compagnie kommt zum Erlöschen.
1835 ff. Entstehung von Vereinen (Liederkranz 1835, Musikverein 1838).
1841 Abbruch des Obertors.
1847 Gipfeljahr der Amerika-Auswanderung: 42 Personen.
1848 Errichtung einer Thurn-und-Taxis'schen Poststation. Volksversammlungen revolutionär gesinnter Demokraten. Führende Köpfe: Präceptor Anton Hetzel und Posthalter Friedrich Stotz. Gründung eines radikaldemokratischen "Volksvereins".
1851 Gründung der freiwilligen Feuerwehr, Gründung des "Würmboten" (älteste Weiler Zeitung), Gründung des 1. Keplerdenkmal-Comités.
1852 Jesuiten-Volksmission
1853 Gründung des ersten Kindergartens.
1861 Gründung des 2. Keplerdenkmal-Comités (Dr. Stotz, Notar Gruner).
1862 Auflösung der Zünfte. Die offizielle Schreibweise des Stadtnamens wird vom Gemeinderat festgelegt: "Weil der Stadt".
1863 Anschluss an das Telegraphenamt. Erstes Fastnachtsspiel mit Umzug.
1864 Gründung einer Realschule.
1865 Die Stadt verkauft den Möttlinger Meierhof. Abbruch des Spitaltors.
Gründung der Handwerkerbank (Vorläufer der Volksbank).
1866 Ein Weil der Städter fällt im Deutschen Krieg bei Tauberbischofsheim.
1867 Gründung des "Wochenblatts".
1869 Neugotische Rekonstruktion des Langhausgewölbes von St. Peter und Paul (Joseph Egle). Erster evangelischer Gottesdienst in der Spitalkapelle. Eröffnung der Eisenbahnlinie Weil der Stadt - Stuttgart.
1870 Enthüllung des Keplerdenkmals.
1872 Bau der Bahnlinie Weil der Stadt - Calw. Gründung des Kriegervereins.
1875 Stadtschultheiß Hugo Beyerle (bis 1918).
1876 Aufforstung des Galgenbergs.
1881 Gründung einer eigenen evangelischen Kirchengemeinde.
1882 Erster Telefonanschluss. Gründung der Schuhfabrik Eisenhardt.
1885 Gründung einer evangelischen Volksschule.
1887 Das Brenzhaus wird zum evangelischen Gemeindehaus umgebaut.
1889 Bau der evangelischen Brenzkirche (Prof. Reinhardt). Erste Stufe der Flurbereinigung.
1893 Wolldeckenfabrik Beyerle arbeitet mit vier mechanischen Webstühlen und Dampfkraft.
1897 Gründung einer Hopfenpräparieranstalt.
1898 Bau einer Hochdruckwasserleitung.
1899 Bau des Postgebäudes.
1903 Aufhebung der Lateinschule.
1908 Einführung des elektrischen Lichts.
1910 Gründung der Urkunden- und Altertümersammlung auf dem Rathaus
(Vorläufer des Stadtmuseums).
1912 Gründung einer Fußballabteilung.
1914 Zweite Stufe der Flurbereinigung. Hochwasserkatastrophe: 100 000 Mark Schaden.
1917 Ehrenbürgerwürde für Stadtschultheiß Beyerle (gest. 1919).
1918 Im ersten Weltkrieg sind 74 Bürger Weil der Stadts gefallen.

Logo der Region Stuttgart Logo der Heckengäu Natur Nah Die ehemalige freie Reichsstadt Weil der Stadt mit den Stadtteilen Merklingen, Schafhausen, Münklingen und
Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!