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30. Europäisches Nachtwächter- und Türmer-Zunfttreffen


Zunfttreffen in Beek/NL In diesem Jahr hatten die „Baeker Kleppermen“, die Nachtwächter der Stadt Beek in den Niederlanden, ihre Kollegen aus ganz Europa zum jährlichen Treffen der Europ. Nachtwächter- und Türmerzunft in ihre Heimatstadt eingeladen, welcher die beiden Weil der Städter Nachtwächter Manfred Nittel und Gerd Diebold gerne gefolgt sind. An diesem Treffen nahmen Nachtwächter und Türmer aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Schweiz sowie die Gastgeber aus Holland teil.

Gleichzeitig wurde die 45-jährige Städtepartnerschaft zwischen Beek und der Stadt Gundelfingen a.d. Donau (auch dort versehen Nachtwächter ihren Dienst) gebührend gefeiert.
 
Nach Ankunft im Hotel und herzlicher Begrüßung unter den Kollegen war Abfahrt zum offiziellen Empfang durch den Bürgermeister der Stadt Beek, Ralf Krewinkel sowie durch die Baeker Kleppermen, in Person von Fred Romans, im Geverikerhof, einem alten Gutshof, mit anschließendem gemütlichen Beisammensein und regem Austausch unter den anwesenden Nachtwächtern und Türmern.
 
Am 2. Tag fuhren alle zusammen in den Mondo Verde-Park (Weltgarten) in Kerkrade, einer riesigen Anlage, ähnlich der Wilhelma in Bad Cannstatt. Dort begrüßte der Bürgermeister von Landgraaf die anwesenden Gäste. In dieser wunderschönen Umgebung war auch der Fototermin anberaumt für das jährliche Gruppenbild der Zunft. Nachtwächter beim Umzug Daran anschließend fuhren einige Nachtwächter und Türmer in das Einkaufszentrum Makado in Beek und stellten sich und ihren Ort dem interessierten Publikum vor, während die übrigen Kollegen das gleichzeitig stattfindende Mittelalterlager besuchten.
Gegen 17.00 Uhr begaben sich alle Türmer auf den Kirchturm, um von dort oben herab ihre Choräle und Weisen zu spielen. Nach Einbruch der Dunkelheit führte ein Fackelzug die Nachtwächter und Türmer sowie diverse andere Gruppen durch die Stadt Beek und schon war auch der 2. Tag vergangen.
 
Der Samstag begann mit dem Fototermin für die neu in die Zunft aufzunehmenden Kollegen aus Beek/NL (1), Bischofszell/CH (2) und Vejle/DK (1). Diese Aufnahme wurde in der sich anschließenden jährlichen Zunftsitzung vollzogen und somit sind diese Kollegen offiziell in die Zunft aufgenommen.
Nach Abschluss dieser Sitzung und dem Mittagessen setzte sich um 14.00 Uhr der große historische Festumzug durch das Zentrum von Beek in Bewegung, welcher von den zahlreichen Besuchern mit viel Applaus bedacht wurde. Außer den Nachtwächtern und Türmern nahmen daran auch verschiedene historische Gruppen aus Beek und Gundelfingen, sowie zahlreiche Musikkapellen teil. Am Abend fand der offizielle Festabend anlässlich der 45-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Beek und Gundelfingen mit Ansprachen der jeweiligen Bürgermeister und verantwortlichen Vereinsvorstände statt, zu dem auch die Nachtwächter und Türmer eingeladen waren. In geselliger Runde fand auch dieser 3. Tag sein Ende.
 
Kleines Gruppenbild Zunfttreffen Beek/NL Der letzte Tag (Sonntag) endete wie immer mit einem ökumenischen Gottesdienst unter Beteiligung der Nachtwächter- und Türmerzunft. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde die Hymne der Zunft vorgetragen, welche bei sehr vielen Gottesdienstbesuchern zu einer Gänsehaut, ja teilweise sogar zu feuchten Augen führte.
Im Anschluss versammelten sich alle auf dem Vorplatz der Kirche, wo weitere Höhepunkte anstanden: Die offizielle Übergabe des Gastgeschenks an den Gastgeber, die Stadt Beek mit ihrem Stadtoberhaupt Ralf Krewinkel: Die Europäische Nachtwächter- und Türmerzunfthyme, geschrieben auf einer Ziegenhaut vom Nachtwächter-Kollegen Gerhard Steiner aus Gengenbach.
Danach wurde die Zunftstandarte an den Ausrichter des nächstjährigen Treffens, an die Stadt Faaborg in Dänemark, übergeben.
 
Nach einem abschließenden Brunch vor der Kirche verabschiedeten sich die Nachtwächter- und Türmerkollegen und traten ihre Heimreise an. Damit endete ein sehr schönes, freundschaftliches und völkerverbindendes Treffen und alle freuen sich darauf,  dass man sich im Jahr 2016 in Faarborg gesund und wohlbehalten wieder treffen wird.
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Redakteur / Urheber
Helga Nittel

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