Stadtleben

Jugendliche verschiedener ethnischer Gruppen auf einem Schulhof

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„Weiler Vademecum” - der neue Leitfaden zur Erkundung der historischen Altstadt
Wolfgang Schütz präsentiert seinen neuen Stadtführer


Weiler Vademecum Bürgermeister Schreiber sprach Wolfgang Schütz seinen Dank - auch im Namen des Gemeinderates - aus: "Ein sehr schönes Werk ist hier entstanden, das viel Zeit gekostet hat. Wir wissen, was er das ganze Jahr über tut und deshalb bin ich voll des Lobes. Ich habe größten Respekt vor seiner Leistung und wer mich kennt weiß, dass ich eher sparsam mit Lob umgehe, bei Herrn Schütz setze ich den Superlativ aber gern ein: seine Arbeit ist unbezahlbar, hätte man diese Arbeit vergeben müssen, hätte man gleich mehrere Personen gebraucht: einen Schriftsteller, einen Schriftsetzer, einen Grafiker, einen Fotograf... das alles macht Herr Schütz in einer Person!"
 
Weiler Vademecum In seiner Präsentation erläuterte der Autor im Beisein von Heimatvereinskollegin Katrin Fischer den bewusst gewählten, etwas schrulligen Titel „Weiler Vademecum“.

„Vade mecum!”- Geh’ mit mir! - so nannten die Studenten im Mittelalter ihre Reisehandbüchlein, in denen sie alles Wissenswerte notierten, was ihnen unterwegs von Nutzen sein konnte. Da gebe es für ein historisches Stadtbild wie das von Weil wohl keinen passenderen Lockruf zur Stadt(ver)führung. Neben den Touristen und Gästen der Stadt - so betonte der Verfasser -  habe er während der mehrjährigen Recherche als Zielgruppe in erster Linie die Bürgerinnen und Bürger der Stadt selbst im Auge gehabt, egal ob eingeboren, zugewandert oder nestflüchtig.
 
Vademecum Titelblatt So ist der Stadtführer zugleich ein auskunftsfreudiges Nachschlagewerk geworden, das die Geschichte der ehemaligen Reichsstadt von ihrem äußeren Erscheinungsbild her erschließt. Er informiert nicht nur detailliert über Highlights wie die Pfarrkirche St. Peter und Paul oder die mittelalterlichen Wehranlagen, sondern bezieht auch die meisten anderen historisch interessanten und schützenswerten Gebäude und Kunstobjekte ein.
 
Der alte Stadtführer von 1996, der auch aus der Feder bzw. Maus des Autors stammte, hatte fast zwanzig Jahre lang seinen guten Dienst geleistet. Da er schon seit einiger Zeit vergriffen ist, war es Zeit, ihn durch etwas Neues zu ersetzen. Dazu kommt, dass die Heimatforschung nicht stillsteht, sondern laufend das historische Wissen über die fast achthundertjährige Stadtgeschichte ergänzt, präzisiert und korrigiert. Diese neuen Erkenntnisse sind in das Buch eingeflossen. Innenseite Ebenso wie Sehenswürdigkeiten, die erst in jüngster Zeit sehenswert geworden sind: Eindrucksvollstes Beispiel: das Klösterle. Hinzu kam außerdem ein umfangreiches Kapitel mit achtzehn Abstechern zu geschichtsträchtigen Lokalitäten jenseits des alten Stadtmauerrings: vom Friedhof über die Predigtplätze bis zum Möttlinger Meierhof.
 
Das Buch ist durchgehend farbig illustriert, zuweilen auch augenzwinkernd mit Cartoons  des Verfassers, wie z.B. die trockene Zeittafel durch eine „historische Polonaise” veranschaulicht wird. Schließlich erleichtert ein neues Personen-, Sach- und Ortsregister die Orientierung. Innenseite Vademecum Alles in allem hat das „Weiler Vademecum” fast den doppelten inhaltlichen Umfang seines Vorgängers. Optisch muss man sich als Leser/in durch keine ungegliederte Textwüste schleppen. Denn der Text ist in so mundgerechten Häppchen aufbereitet, dass man zum Quereinsteigen und Naschen ermuntert wird.
 
Diesem Buch ist zu wünschen, dass es griffbereit in jeder Hausbibliothek in Weil der Stadt steht. Denn die Aufteilung der Altstadt in Teilbezirke lädt ein, diese bei einem Auffrisch-Bummel durchs vermeintlich altvertraute Revier mit vielen Ach-so-Erlebnissen einzeln zu erkunden. Ebenso eignet es sich als kleines Geschenk für Gäste oder als Mitbringsel für Gastgeber, nicht minder anregend und mindestens so nachhaltig wie das übliche Fläschle Trollinger.

Die Stadt Weil der Stadt und der Autor würden sich freuen, wenn viele Leserinnen und Leser der freundlichen Einladung des Stadtführers folgen: „Vade mecum!“

Erhältlich für 12,00 Euro in der Stadt-und Tourist Information, bald auch im Stadtmuseum und bereits bei Buch + Musik, Scharpf, Papierklause Zeller und im Kepler-Antiquariat.

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Redakteur / Urheber
Wolfgang Schütz
Stadtverwaltung Weil der Stadt
Bilder: Albert M. Kraushaar

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