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Flüchtlinge in Weil der Stadt? Info-Veranstaltung fand großes Interesse


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Wo Informationen fehlen, blühen Gerüchte. Dem wirkte die Stadtverwaltung Weil der Stadt am Dienstagabend, 22.09.2015, mit einer Infoveranstaltung in der Aula des Schulzentrums entgegen. Mehrere hundert Bürger waren gekommen, um genaueres über die Unterbringung von rund 140 Flüchtlingen in der Keplerstadt zu erfahren.
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Bürgermeister Thilo Schreiber, die Erste Beigeordnete Susanne Widmaier, Katharina Pfister, Amtsleiterin für Migration beim Landratsamt und Rudi Sendersky, beim Kreis zuständig für die Gebäudewirtschaft, nahmen sich Zeit, um möglichst alle Fragen zu beantworten.
 
Was ist geplant? In einem Haus in der Hindenburgstraße, das der Landkreis angemietet hat, können ab Mitte Oktober bis zu 40 Flüchtlinge unterkommen, für weitere 100 werden auf einem Grundstück in der Josef-Beyerle-Straße Wohncontainer errichtet. Wie sich schnell zeigte, war es vor allem die Unterbringung in der Hindenburgstraße, also in einem Wohngebiet, die den Bürgern Sorgen bereitet.
 
Wer wird dort einziehen, Familien oder Einzelpersonen? Wie werden die Flüchtlinge betreut? Natürlich kam auch das Thema Sicherheit zur Sprache. „Wir hatten hier noch keinen einzigen Vorfall mit Flüchtlingen, bei dem die Polizei hätte eingreifen müssen“, so Susanne Widmaier. Und: es gebe keine Flüchtlingsunterkunft im Landkreis, die nicht überwacht sei, ergänzte Katharina Pfister. Selbstverständlich werde man versuchen die drei Wohnungen in der Hindenburgstraße möglichst sozialverträglich zu belegen. Auch werde dort keine Gemeinschaftsunterkunft wie in der Josef-Beyerle-Straße entstehen. Sollte es Probleme geben, dürften sich die Anwohner gerne an die zuständigen Sozialbetreuer wenden.
 
Bürgermeister Thilo Schreiber hörte sich aufmerksam die Sorgen der Bürger an. Klar sei, dass sehr viele Flüchtlinge in den Kreis Böblingen und damit auch nach Weil der Stadt kommen würden. „Wir wissen, es ist kein Bestellkatalog, trotzdem bitten wir sie, für die Hindenburgstraße um eine Belegung mit Augenmaß“, richtete er sich an Katharina Pfister. Gerade für Familien sei es ein guter Platz.
 
Aus den Medien kennt man Bilder von völlig überlasteten Erstaufnahmestellen. So sieht es bei uns im Landkreis nicht aus“, so Katharina Pfister. Trotzdem wollte sie nicht verheimlichen, dass die Kreisbehörde unter großem Handlungsdruck stehe. „Wir müssen bis Ende des Jahres noch etwa 1.800 Menschen unterbringen.“ Dafür zeigten viele der Anwesenden Verständnis. Einige fragten direkt nach Möglichkeiten den Flüchtlingen zu helfen. In Weil der Stadt ist der Arbeitskreis Asyl schon viele Jahre sehr aktiv. Die Mitglieder unterstützen die Flüchtlinge im Alltag, beispielsweise dabei Deutsch zu lernen, beim Gang zum Arzt oder zu Behörden.

Patinnen und Paten sowie Sach- und Möbelspenden gesucht

Wer mithelfen oder spenden möchte, melde sich bitte beim
  • Arbeitskreis Asyl, Marianne Maier unter info@ak-asyl-wds.de
    oder bei der
  • Flüchtlingsbeauftragten der Stadt, Tamara Ipp Tamara.Ipp@weilderstadt.de.

 
Seminar der Volkshochschule

Am 17. und 18. November findet im Sängerheim Merklingen ein kostenloses Seminar „Interkulturelle Kompetenz“ statt.

Landkreis und Stadt suchen Wohnungen

Landkreis und Stadt möchten Wohnungen anmieten.
Für Fragen stehen gerne zur Verfügung:

Landratsamt Böblingen, Gebäudwirtschaft
  • Frau Stojanovic, Tel. 07031 663-1990, E-Mail: c.stojanovic@lrabb.de,
  • Frau Dengler,     Tel. 07031 663-1836, E-Mail: m.dengler@lrabb.de
 

und von der Stadtverwaltung,

  •   Herr A. Bauer, Tel. 07033 521-113, E-Mail: a.bauer@weil-der-stadt.de

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Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!