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Besuch aus Tansania


Das „outgoing“ ebenfalls wie jetzt das „incoming“ wurde von ENSA finanziert, einer entwicklungspolitischen Schulaustauschorganisation. Das ENSA-Programm steht im Kontext der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung”, die Menschen dazu motivieren will, aktiv und verantwortungsvoll an einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung mitzuwirken und selber dazu einen Beitrag zu leisten. Der Antrag der Würmtalschule wurde als einzige Werkrealschule Deutschlands zum zweiten Mal von ENSA bewilligt.
 
ENSA bietet Vorbereitungsseminare für die Projektgruppe sowie ein Begegnungswochenende und ein Abschlusswochenende für alle Teilnehmer und übernimmt einen hohen Prozentteils der Kosten, die für den Austausch entstehen. Die weiteren Kosten hat die Schule und insbesondere die Projektgruppe durch vielfältige Aktionen wie den Sponsorenlauf, Weihnachtsmarktverkauf und ihre Aktion „Ein Bleistift für Mangu’la“ erwirtschaftet. Die Aktion wurde zudem beim Wettbewerb „Soziales Engagement von Jugendlichen“ von der Organisation „Children for a better world“ bei einem Schulwettbewerb zu einer der 10 eindrucksvollsten Projekte Deutschlands unter 80 eingereichten Projekten erwählt. Dadurch konnten fünf Projektgruppenteilnehmer für vier Tage nach Berlin, sich mit den anderen Gewinnerprojekten austauchen und vielfältige Workshops besuchen.
 
Besuch aus Tansania in der Würmtalschule Bürgermeister Thilo Schreiber besuchte zusammen mit Tanja Kübler, der Amtsleiterin für Jugend und Soziales, die Delegation in der Würmtalschule und begrüßte die Schüler im Namen der Stadt und dankte den Organisatoren beider Schulen. Er war sehr angetan von diesem bemerkenswerten Schüleraustausch zwischen der Würmtalschule Merklingen und der Schule in Mangula/Tansania und den sehr freundlichen, aufgeschlossenen und disziplinierten afrikanischen Schülern, die sogar Johannes Kepler kannten. Als Andenken an die Keplerstadt bekam jeder Schüler eine Kepler-Tasse, fair gehandelte Schokolade und einige Informationsbroschüren. Der Schulleiter der Forest Zone Schule erhielt eine Spende der Stadt für dringend benötigte Anschaffungen der afrikanischen Schule.
 
Sprachbarrieren wurden dank der Dolmetscherin Grace Wolf, die aus dem Swahili ins Deutsche und zurück übersetzte ausgeräumt und sonst behalfen sich alle mit Englisch, Händen und Gesten.
 
Im Rahmen der zwei Projektwochen standen weitere Aktionen auf dem Programm: es wurde gemeinsam gekocht, Ausflüge wurden z.B. in die Stuttgarter Markthalle, das Mercedes-Museum und in die Mercedes-Produktion gemacht, und im Rahmen des globalen Engagements beschäftigte sich die Gruppe mit Fair Trade Produkten sowie der Haltbarmachung von Lebensmitteln. So lernten die tansanischen Schüler zum Beispiel wie man Kompott einkocht und Marmelade herstellt, aber auch die deutschen Teilnehmer lernten von den Gästen neue Möglichkeiten kennen. Fasziniert waren die Schüler aus Tansania über die Solartechnik und nehmen stolz selbst gebaute Solarlampen mit nach Hause.
 
Ein Höhepunkt des Austausches war das Schulfest, bei dem die deutschen Kinder genauso wie die tansanischen die Möglichkeit hatten, ihr Können durch Vorführungen und musikalische oder kulinarische Angebote zu zeigen. Das Fest setzte ein Ausrufezeichen im Sinne des Globalen Miteinanders.
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Redakteur / Urheber
Würmtalschule und Stadtverwaltung Weil der Stadt

Logo der Region Stuttgart Logo der Heckengäu Natur Nah Die ehemalige freie Reichsstadt Weil der Stadt mit den Stadtteilen Merklingen, Schafhausen, Münklingen und
Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!