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Jugendliche verschiedener ethnischer Gruppen auf einem Schulhof

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Neubau Kindergarten und Feuerwehrmagazin Schafhausen


Infoveranstaltung Schafhausen - Redner Bei einer Infoveranstaltung im Evangelischen Gemeindehaus brachten Bürgermeister Thilo Schreiber, Mitarbeiter der Verwaltung und Architekt Jochen Stuible rund 60 Zuhörer auf den neuesten Stand der Planungen und beantworteten offene Fragen.
 

Infoveranstaltung Schafhausen - Publikum Das Vorhaben stößt bei den Einwohnern auf Zustimmung. Vor allem, dass Kindergarten und Feuerwehrmagazin auch weiterhin eine Einheit bleiben, hört man gerne in Schafhausen. Der Neubau wird größer sein als das jetzige Gebäude. Das rund 760 Quadratmeter umfassende Erdgeschoss ist ganz den Kindern vorbehalten. Vier Gruppenräume sind vorgesehen, dazu Funktionsräume, ein großer Mehrzweckraum, eine Küche, ein Essensbereich, ein Schlafraum, Sanitärräume und Büros. Damit wäre der Kindergarten auch für einen möglichen Ganztagesbetrieb und die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren gerüstet, so Tanja Kübler, Leiterin des Amts für Jugend und Soziales bei der Stadtverwaltung. Für die Kleinsten ist sogar ein abgetrennter Außenspielbereich auf der künftigen Feuerwehrgarage eingeplant.
 
Im Untergeschoss bekommt die Feuerwehr ihr Reich mit einer Leitstelle, einem Personalraum, Funktionsräumen und natürlich der Fahrzeughalle. Bis das Gebäude fertiggestellt ist, was voraussichtlich im November 2017 sein wird, zieht die Abteilung Schafhausen in ein leerstehendes Gebäude in der Döffinger Straße.
 
Für den Kindergarten eine geeignete Übergangslösung zu finden, war nicht ganze einfach. Letztendlich wurde es die Wiese neben der Festhalle. „Wir wissen, dass es Kritik an dem Standort gibt“, so Bürgermeister Schreiber. Man habe sich intensiv Gedanken gemacht und auch der Vereinsring Schafhausen hat sich in die Diskussion eingebracht. Nach allen Abwägungen – auch finanzieller Art - gaben vor allem die vorhandenen Leitungen für Strom, Wasser, Abwasser sowie zum Teil vorhandene Umzäunungen den Ausschlag. Auch könne man die Festhalle sehr gut als Bewegungsraum für die Kinder mitnutzen. Nun ist es entschieden, im März kommen die Raummodule, die zu einem Übergangskindergarten zusammengebaut werden. Im Mai rückt dann laut Architekt Stuible die Abrissfirma an. Die Ausschreibungen laufen.
 
Klare Worte fand Thilo Schreiber in Sachen Finanzierung des Neubaus. „Die Kosten liegen bei 2,8 Millionen Euro und wir bekommen keine Zuschüsse. Lediglich die zwei Fahrzeugparkplätze der Feuerwehr werden mit 120.000 Euro gefördert.“ Für den Restbetrag nimmt die Stadt Kredite auf. Um ein wenig zur Finanzierung beizutragen, hat die Verwaltung vor, ein großes Grundstücke im Baugebiet Hinter Höfen zu verkaufen, das noch in Reserve gehalten wurden, um bei Bedarf dort noch einen kleinen Kindergarten bauen zu können. „Mit dem Neubau und der Vergrößerung ist das aber nicht mehr nötig.“
 
Und Schreiber warf noch eine weitere Idee in den Raum, den Verkauf eines Teils vom Garten auf dem Kindergarten-Feuerwehr-Grundstück. Damit waren die anwesenden Bürger allerdings überhaupt nicht einig. Der Spielplatz würde deutlich kleiner und schränke die Kinder zu sehr ein. Die Kleinen müssten ohnehin schon auf einen Teil verzichten, da das neue Gebäude größer wird als das alte. „Sie geben mir eine klare Meinung mit, die ich an den Gemeinderat weitertrage“, versprach Schreiber.
 
Ein weiteres Anliegen brachten einige Anwohner in die Diskussion ein. Sie beklagten das wilde Parken rund um Kindergarten, Grundschule und Festhalle. Sie wünschten sich mehr Parkplätze auch für Lehrer und Kindergartenpersonal und klarere Regeln für das Abstellen von Autos. Vor allem in der Bauphase befürchten sie ein Chaos. Um das zu regeln, müsse man erst die Baustellenplanung der beauftragten Firmen abwarten. Erst dann könne man reagieren, so Thomas Besser, der Leiter des Bürger- und Ordnungsamts. Auch werde man dann den sicheren Schulweg der Kinder neu festlegen und bekanntgeben.
 
Auch nahm Bürgermeister Schreiber die Anregung mit, den alten Schuppen neben der Festhalle abzubrechen und so Parkplätze zu schaffen. Dies wurde schon von Alt-Bürgermeister Hans-Josef Straub ins Auge gefasst.
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Redakteur / Urheber
Christine Strienz

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