Stadtleben

Jugendliche verschiedener ethnischer Gruppen auf einem Schulhof

Aktuelles

Preisträger für ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet.


Am Samstag, 11.6.2016 ehrte Thilo Schreiber Bürger, die ehrenamtlich in Weil der Stadt und seinen Stadtteilen tätig sind, in der Stadthalle.

Die Preisträger 2016 sind:

Preisträger 2016


Auf dem Bild sind – von links nach rechts:
Bürgermeister Thilo Schreiber, Marianne Maier, Werner Retz, Elvira Strohhäcker, Gerlind Adam und Claudia Ofterdinger (in Vertretung ihres geehrte Vaters Claus Ofterdinger)

Gerlind Adam


Gerlind Adam ist seit über 10 Jahren die 1. Vorsitzende des Fördervereins Sozialstation. Ihr Motto dabei ist „Wir unterstützen die Pflege, bei der man sich wohlfühlt!“ Und zwar sollen sich ALLE wohlfühlen; die Personen, die gepflegt werden genauso wie die Personen, die pflegen. Deshalb ist Frau Adam der Austausch mit der Leitung, Frau Groß, und den Mitarbeitern stets wichtig, um zu erfahren, wo der Förderverein unterstützen kann. Die Sozialstation könnte viele Aufgaben ohne die Unterstützung des Fördervereins nicht in dieser Form wahrnehmen, z.B. Übernahme der Personalkosten der Beratungsstelle, Finanzierung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter, Anschaffung von Fahrzeugen, Arbeitskleidung, Smartphones, die den Pflegekräften die Dokumentation erleichtern. Außerdem unterstützt der Förderverein auch das Seniorenmobil, in dem er die Benzinkosten übernimmt.
Dank der Ideen und des großen Engagements von Frau Adam bereichert der Förderverein mit verschiedenen Veranstaltungen (z.B. Theater, Biblische Weinprobe, Gedenkgottesdienst) das kulturelle Leben in Weil der Stadt; natürlich auch mit dem Ziel, neue Mitglieder zu gewinnen und Spendeneinnahmen zu generieren.
 
Über ihr Engagement im Förderverein Sozialstation hinaus ist Frau Adam für die Schmidt-Adler-Stiftung und die Stiftung Unámonos aktiv. Außerdem organisiert sie die jährlichen einwöchigen Reisen des Heimatvereins Weil der Stadt.
 
Frau Adam ist es wichtig Danke zu sagen an alle Freunde, die sie bei der Versorgung ihres Mannes unterstützen. Ohne deren Hilfe wäre ihr bürgerschaftliches Engagement in dieser Form nicht möglich.

Marianne Maier

 
Marianne Maier leitet den AK Asyl Weil der Stadt mit sehr großem persönlichem und zeitlichem Engagement. Bereits Ende der 1980er Jahre hat sie für Menschen mit Migrationshintergrund Deutschunterricht eingeführt, hat von Anfang an beim AK Asyl mitgearbeitet und vor 10 Jahren dessen Leitung übernommen. In dieser Funktion ist sie für die Stadt Weil der Stadt ein unverzichtbarer Partner und unsere Ansprechperson für die Integration der z.Zt. ca. 130 Asylsuchenden in Weil der Stadt geworden. Sie übernimmt die Koordination und Betreuung der Flüchtlinge in den Einrichtungen, sie bildet Patenschaften zwischen Ehrenamtlichen und Flüchtlingen, sie unterstützt die Flüchtlinge und Ehrenamtliche in ihrem Wirken und sorgt für die Eingliederung der Migranten.
 
Sie ist bei der Wohnungssuche für Flüchtlinge behilflich, übernimmt zusammen mit ihrem ehrenamtlichen Team Patenschaften für die Wohnungen und hilft diese einzurichten. In Kooperation mit unserer Volkshochschule organisiert und leitet sie Deutsch- und Integrationskurse. Weiter ist sie mit den Kirchengemeinden vor Ort, dem Landkreis Böblingen, dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und mit Pro Asyl bestens vernetzt.
 
Doch nicht allein in der Asyltätigkeit ist Marianne Maier sehr rege. Sie war von 2004 bis 2007 die 1. Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Weil der Stadt e.V. und beim Verein Miteinander-Füreinander von 2012 bis 2016 2. Vorsitzende. Sie hat 2004 die Gruppe „Film im Gespräch“ bei Miteinander-Füreinander ins Leben gerufen und diese bis Ende 2015 geleitet. Sie organisiert seit über 15 Jahren die ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund bei Miteinander-Füreinander. Über viele Jahre hinweg hat sie jährlich für 15 Kinder mit Migrationshintergrund die Teilnahme an der Stadtranderholung in Weil der Stadt ermöglicht.

Claus Ofterdinger

 
Claus Ofterdinger leitete 10 Jahre die Bürgeraktion Miteinander-Füreinander e.V. mit ihren aktuell 28 Gruppen. Dass er dieses Ehrenamt sehr exzessiv betrieb, zeigen die rund 1.000 Stunden, die Herr Ofterdinger jährlich in die Vereinsarbeit investierte. Für ihn war das ein Stück weit Lebensaufgabe. Fast täglich war er mehrere Stunden im Büro von Miteinander-Füreinander in der Emil-Haag-Begegnungsstätte anzutreffen. Dort war er nicht nur Ansprechpartner für Vereinsmitglieder und Teilnehmer des vielfältigen Angebots von Miteinander-Füreinander. Er war auch für die Bewohner der betreuten Wohnanlage da, bot seine Hilfe an und unterstützte in diversen Angelegenheiten.
 
Neben seinen Aufgaben als Vereinsvorsitzender war Herr Ofterdinger auch in unterschiedlichen Gruppen bei Miteinander-Füreinander aktiv. Z.B. betreute er als „Wahlopa“ Kleinkinder in der Spielgruppe des „Kindertreffs“.
 
Über seine Tätig bei Miteinander-Füreinander hinaus engagierte sich Herr Ofterdinger im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft des bürgerschaftlichen Engagements in Baden-Württemberg e.V. (ARBES e.V.), war Jugendbegleiter im Ganztagsschulbetrieb der Heinrich-Steinhöwel-Schule und Peter-Härtling-Schule, unterstützte als Jobpate junge Menschen auf dem Weg vom Hauptschulabschluss ins Berufsleben und ist seit drei Jahren als Schuldnerbegleiter beim Landratsamt tätig.
 
Auch wenn er nicht mehr Vereinsvorsitzender bei Miteinander-Füreinander ist, so bleibt er weiterhin bürgerschaftlich engagiert. Denn er hat es sich zur Aufgabe gemacht, anderen Menschen zu helfen.

Werner Retz

 
Werner Retz ist sein Leben lang „Ehrenamtler mit Leib und Seele“ im Bereich Gewässer- und Naturschutz und alles was dazu gehört.
Er ist Gründungsmitglied (1975) des Angelsportvereins Weil der Stadt e.V., war Jugendwart und über 20 Jahre Kassier.
Herr Retz war bei den Würmputzeten dabei, zur Entstehung des Maisenbachweihers samt Fischerhütte und des Storchensees trug er wesentlich bei. Des Weiteren hatte er die Idee für den Fischlehrpfad, den Amphibien- und Reptilien-Lehrpfad und auch für den Vogel-Lehrpfad am Maisenbachweiher und führte diese auch in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Böblingen selbst aus. Er hat über viele Jahre Kindergartengruppen und Grundschulklassen an den Maisenbachweiher eingeladen und den Kindern gezeigt, dass Wasser ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten ist.
1995 hat er die 1. Waldputzete in Weil der Stadt eingeführt und selbst organisiert. Danach war er als Privatperson bei jeder Waldputzete dabei.
Er war als Bereichsvorsitzender Enz-Würm des Verbands für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V. zuständig für fast 40 Vereine in der Region, vermittelte zwischen Vorständen und dem Verband, pflegte Kontakte zu Ämtern und zur Politik, veranstaltete Treffen.
Er hat das Angeln publik gemacht und sich hierfür immer wieder mit der Presse und der Landespolitik in Verbindung gesetzt.
Bei Aktionen wie z.B. zum Weltwassertag „Ans Wasser führen“ hat er Kindergartenkindern und Schülern gezeigt, wie wichtig die Reinheit von Flüssen und Bächen ist. Er hat eine Sammlung von Fischgebissen, Muscheln, Seesternen, Schwämmen, Gehörsteinen usw., mit der er Schulen und Kindergärten besucht hat und die er bei seinen Schulungen zur Fischerprüfung als anschauliches Unterrichtsmaterial gezeigt hat.
Durch seine Initiative wurde am 5. Mai 2005 die Hegegemeinschaft Schwippe/Würm gegründet, deren erster Sprecher war er bis 2015.
Vom Landratsamt Böblingen wurde er um Stellungnahme gebeten, wenn es um Bebauung an und ums Gewässer ging.
Er kümmerte sich darum, dass Kröten, Frösche und Molche sicher über die Straße kommen und hat jahrelang den Bisam zum Schutz der Gewässer und wegen drohender Flurschäden gefangen.

Elvira Strohhäcker

 
Vor 17 Jahren zog die Mutter von Frau Strohhäcker als Bewohnerin ins Seniorenzentrum Bürgerheim. In dieser Zeit begann die ehrenamtliche Mitarbeit von Elvira Strohhäcker im Seniorenzentrum. Auch nach dem Tod ihrer Mutter zwei Jahre später engagierte sich Frau Strohhäcker weiterhin im Bürgerheim.
Seit 2001 ist sie im Heimbeirat und vertritt die Anliegen der Bewohner gegenüber der Leitung und ist Ansprechpartnerin für Angehörige. Zusätzlich ist sie häufig im Haus unterwegs, veranstaltet regelmäßig eine eigene Gedächtnisgruppe, ist im Kaffeestüble aktiv, hilft bei Festen und Ausflügen mit. Frau Strohhäcker ist ein wertvolles Verbindungsglied zwischen Angehörigen, Bewohnern und Mitarbeitenden und ein fester Bestandteil des Seniorenzentrums Bürgerheim.

Dieses Engagement fand auch bundesweit Beachtung:
https://www.deutscher-engagementpreis.de/ausgezeichnet/ehrenamtspreis-weil-der-stadt/
 

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Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Weil der Stadt

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