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Beginen-Besuch in Weil der Stadt


Aufmerksam geworden war die Begine Brita Lieb durch das Buch „Das Spital in Weil der Stadt“ von Gerhard Pees und deshalb seit einem halben Jahr in regem Kontakt mit dem Ehepaar Pees, das das alte Spital in Weil der Stadt als Miteigentümer restaurieren und neuer Nutzung zuführen lies.

Was sind überhaupt Beginen?


Wer gerne Mittelalter-Romane liest, stößt oft auf den Begriff der Begine. Beginen waren selbständige Frauen, die seit dem Mittelalter in großen und kleinen Zusammenschlüssen als laienreligiöse Gemeinschaft in Beginenhöfen lebten. Sie gehörten überwiegend dem katholischen Glauben an, hatten keine Klausur, legten kein Gelübde ab und konnten aus den Zusammenschlüssen wieder ausscheiden.

Gibt es sie denn heute noch?


Begine Brita Lieb Die neue Beginenbewegung in Deutschland entwickelte sich seit 1985 in verschiedenen Städten, ohne dass die Frauen voneinander wussten. Feministinnen, Historikerinnen und Theologinnen entdeckten und erforschten das Leben der historischen Beginen. Es entstanden erste Beginenvereine, die später die ersten Frauenwohnprojekte als "Beginenhöfe" initiierten. Ziel ist es, zur Humanisierung der Gesellschaft beizutragen und gemeinschaftliche generationsübergreifende Lebensformen zu entwickeln, die den alltäglichen und spirituellen Bedürfnissen von Frauen entsprechen. Charakteristisch für die Bewegung ist ihre Vielfalt. Weitere Infos finden sich unter www.dachverband-der-beginen.de
 
Diese Beginenvereinigung besuchte bei einer 5-tägigen Reise durch das nördliche Baden-Württemberg Städte, an denen es noch Erinnerungen an die mittelalterlichen Beginen gibt – und da ist Weil der Stadt mit seinem Spitalhof ein wichtiger Programmpunkt.
 
Gruppenbild Ein volles Programm erwartete die interessierten Frauen auch in Weil der Stadt und Merklingen. Dr. Ralf-Dieter Krüger führte sie zunächst durch die Stadt, das Ehepaar Pees zeigte das Spital, Wolfgang Schütz übernahm die Spitalkapelle und ließ seine Forschungen zur Spital-Stifterin „Heilbrotbeckin“ einfließen und zum Abschluss stand noch ein Besuch der Kirchenburg im Stadtteil Merklingen durch Hans-Joachim Dvorak an.
 
Freudig wurde aufgenommen, dass die Begrüßung der Gruppe durch die Stadt von Susanne Widmaier, der Ersten Beigeordneten, übernommen wurde. „Spannend“, fand Widmaier „dass sich Frauen schon seit dem Mittelalter untereinander zusammentun und einander helfen“ und wünschte der Gruppe viele interessante Eindrücke in Weil der Stadt, gute Gespräche und eine gute Weiterreise.
 
Das Foto zeigt einen Teil der Gruppe um die Begine Brita Lieb (in hellblau) mit dem Ehepaar Pees (hinten links), den Stadtführern Wolfgang Schütz (ganz links) und Dr. Ralf-Dieter Krüger (rechts) sowie der Ersten Beigeordneten Susanne Widmaier unter den Rathausarkaden in Weil der Stadt.
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Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Weil der Stadt

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Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!