Stadtleben

Aktuelles

Aktuelles

Fürs Aufräumen im Heizungskeller winkt jetzt Fördergeld


Moderner Stromzähler Mit einem satten Zuschuss will das Bundeswirtschaftsministerium seit 1. August 2016 in energetisch veralteten Heizungskellern aufräumen. Wer den heimlichen Stromfresser ungeregelte Heizungspumpe ersetzt, erhält bis zu 30 Prozent Förderung, meldet die unabhängige Energieagentur Kreis Böblingen. Auch das professionelle Einstellen der Heizungsanlage und der Einbau programmierbarer Thermostatventile werden belohnt.

Bildunterschrift: Mit einer hocheffizienten Heizungspumpe läuft der Stromzähler langsamer. Ab sofort gibt es bis zu 30 Prozent Zuschuss beim Tausch gegen ein veraltetes Pumpen-Modell.

Rund 35 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entstammen dem Gebäudebereich. Die Wärmeversorgung steht dabei an erster Stelle und birgt erhebliche Einsparpotenziale. So arbeiten zahllose ungeregelte Heizungs- und Warmwasserpumpen meist unbeachtet von Energiespar-Bemühungen in den Kellern: Sie pumpen das erwärmte Wasser sommers wie winters pausenlos durch das Haus – und verpulvern dabei eine Menge Strom und Geld. Eine Heizungsanlage, die nicht professionell eingestellt ist („hydraulischer Abgleich“), erhöht das Energieverbrauchs-Konto ebenfalls, da die Wärme nicht optimal im Gebäude verteilt wird.
 
Ein neues Förderprogramm belohnt nun Besitzer von Heizungsanlagen, die in energiesenkende Maßnahmen investieren. Wer eine hocheffiziente Umwälz- oder Warmwasserpumpe einbauen und / oder einen hydraulischen Abgleich durchführen lässt, bekommt bis zu 30 Prozent Zuschuss auf die Nettoinvestitionen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). „Moderne Hocheffizienzpumpen sparen bis zu 80 Prozent Strom ein“, erklärt Agenturleiter Berthold Hanfstein, „wer hier investiert, senkt also dauerhaft seinen Energieverbrauch und die Kosten.“ Eine Bedingung dafür lautet: Die zu erneuernde Pumpe muss seit mehr als zwei Jahren installiert sein.
 
In Verbindung mit einem professionellen Einstellen der Heizungsanlage gibt es außerdem Fördergeld für die Anschaffung oder den Einbau von voreinstellbaren Thermostatventilen, Temperaturreglern für Einzelräume, Technik zur Volumenstromregelung, Pufferspeichern oder für eine professionelle Einstellung der Heizungskurve. Die Arbeiten muss ein Fachbetrieb durchführen.

Wer kann die Förderung beantragen und wie?

In den Genuss des neuen Förderprogramms können kommen: Privatpersonen, Unternehmen und freiberuflich Tätige, Kommunen; kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände sonstige juristische Personen des Privatrechts (insbesondere Vereine, Stiftungen, gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften).
 
Das Antragsformular liegt auf der Seite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). „Wichtig ist, dass potenzielle Fördernehmer sich vor dem Start ihres Vorhabens auf der Seite des BAFA registrieren“, sagt Berthold Hanfstein. „Nachdem sie die Maßnahme umgesetzt haben, müssen sie innerhalb eines halben Jahres alle relevanten Daten dort eintragen.“ Pro Heizung kann jede Maßnahme nur einmal beantragt werden. Die höchstmögliche Fördersumme je Antrag beträgt 25.000 Euro. Weitere Informationen unter www.bafa.de unter Energie/Heizungsoptimierung.
 
Über alle Belange rund ums energieeffiziente Sanieren, Heizen und Stromsparen klärt die Energieagentur Kreis Böblingen auf. Hierfür bietet sie nach Terminvereinbarung eine kostenlose, neutrale und unabhängige Erstberatung im Landratsamt an. Zusätzlich ermöglicht die Energieagentur in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kostengünstige Energie-Checks als Impulsberatung vor Ort. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 07031/663-2040 oder im Internet unter www.ea-bb.de.
^
Redakteur / Urheber
Landratsamt Böblingen

Logo der Region Stuttgart Logo der Heckengäu Natur Nah Die ehemalige freie Reichsstadt Weil der Stadt mit den Stadtteilen Merklingen, Schafhausen, Münklingen und
Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!