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Bei Velotraum wird das Rad täglich neu erfunden


Velotraum Ein Fahrrad, das sonst niemand auf der ganzen Welt hat. Unverwechselbar und maßgefertigt – die Firma Velotraum macht diese Vorstellung für ihre Kunden wahr. „Vom Reifenformat über den Rahmen bis zur Ausstattung ist alles auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt“, berichtete Inhaber Stefan Stiener kürzlich rund 35 Gästen. Gemeinsam mit seiner Frau Patricia Rose führte er sie im Rahmen der städtischen Veranstaltungsreihe „WiFö-Türöffner“ durch die Geschäftsräume.
 
1992 war das Geburtsjahr der Marke Velotraum. Aber Stefan Stiener hatte schon viel früher, nämlich 1986 in einem Keller damit angefangen, Fahrräder für Bekannte zusammenzubauen. Auch damals schon mit dem Anspruch, etwas Besonderes zu kreieren. Heute basiert die Arbeit des neunköpfigen Velotraum-Teams auf vier aufeinander abgestimmten Fahrrad-Konzepten, die einen schier unerschöpflichen Variantenreichtum ermöglichen. „Wir erfinden für jeden das Rad quasi neu“, so Stiener lachend. „Mit diesem Vorgehen sind wir ziemlich einzigartig.“
 
Rund 600 der handgefertigten Velotraum-Räder verlassen jährlich die Manufaktur in der Daimlerstraße. Von hier aus verteilen sie sich in der ganzen Welt. „Nächste Woche kommt jemand aus Mexiko, um sein Rad persönlich abzuholen.“ Zu den Kunden gehören Freizeitradler und Berufspendler ebenso wie Vollprofis, die mit dem Bike einmal um die ganze Welt fahren.
 
Velotraum „Wir bieten ein superkomplexes Produkt an“, so Stefan Stiener. Die Mitarbeiter werden bei Velotraum zum größten Teil selbst aus- und weitergebildet. „Der Mechatroniker für Fahrräder ist ein noch ein recht junges Berufsbild und reicht bei Weitem nicht für unsere Ansprüche, die wir als Premium-Hersteller haben.“ Etwa zwei Jahre dauere es, „bis man bei uns einen Mitarbeiter alleine springen lassen kann“. Dann könne er einen Auftrag von Anfang bis Ende selbständig abwickeln. Dazu gehören die erste Beratung und natürlich auch der Bau des Rades selbst.
 
Weil der Stadts Erste Beigeordnete Susanne Widmaier freute sich sehr, dass das Angebot der städtischen Wirtschaftsförderung so gut angenommen wird. Von jeder Türöffner-Veranstaltung zur nächsten, zuerst bei Brombacher Keramik, bei Scharpf, bei FRAMA und nun bei Velotraum, stiegen die Besucherzahlen. Es spricht sich herum, dass die Treffen wunderbare Gelegenheiten sind, sich kennenzulernen und zu netzwerken. „Wirtschaftsförderung ist keine Einbahnstraße. Kommen sie zu uns und sagen Sie was ihnen wichtig ist oder welche Themen sie beschäftigen.“
 
So habe sie gemeinsam mit ihrer neuen Wirtschaftsförderungs-Mitarbeiterin Elke Hammer künftig noch einiges vor. 2017 werden Unternehmerfrühstücke organisiert, der Newsletter soll regelmäßig verschickt werden, eine Messe ist geplant und das Leerstandsmanagement in der Stadt und den Ortsteilen steht ganz oben auf der Agenda.
 
Die Veranstaltungsreihe „WiFö-Türöffner“ soll ebenfalls weiterlaufen, wenn es nach Susanne Widmaier geht. Dafür brauche man aber auch Unternehmen, die bereit sind mitzumachen, sagte sie an die Besucher gerichtet. Ein paar Wunsch-Kandidaten hat sie bereits im Auge. Mal sehen, wer als nächstes Einblicke in sein Unternehmen geben wird.
 
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Redakteur / Urheber
Christine Strienz, Pressebüro Schiel

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