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Weil der Städter Tag an der Krippe in Malmsheim


Die Delegation Wenn der traditionelle Weil der Städter Tag an der Malmsheimer Krippe im Terminkalender steht, wird ein Bus eingesetzt, um alle jene mitzunehmen, die das Ereignis in der Martinuskirche nicht versäumen möchten. Neben Bürgermeister Thilo Schreiber, Nachtwächter Gerd Diebold, Türmer Willi Bothner und AHA-Chef Michael Borger waren die Chorvereinigung und auch wieder viele Bürger aus der Keplerstadt mit von der Partie.

Motto der Krippe 2017 „Weil der Stadt ist jetzt sicher ganz leer“, sagte Gastgeber Pfarrer Pitzal augenzwinkernd, als er seinen Blick über die Bänke schweifen ließ. Bürgermeister Schreiber erkärte schmunzelnd: „Der Weiler Tag ist bestimmt immer der Höhepunkt der jährlichen Krippe.“ Deshalb habe er auch alle mitgebracht. Außer der Bürgergarde und der Kanone, um die leere Stadt natürlich gegen eventuelle Angriffe zu schützen. Der 81-Jährige Franz Pitzal ist Initiator der spektakulären und jährlich ausgestellten Krippe. Zum 37. Mal erzählen nun die vielen Figuren in kleinen, liebevoll zusammengestellten Szenen ihre Geschichten von Freud und Leid der Welt. Und immer haben viele der Darstellungen einen aktuellen Bezug. In diesem Jahr steht die Krippe – passend zum Reformationsjubiläum – unter dem Motto: „Eine feste Burg ist unser Gott“ nach einem Liedtext von Martin Luther.
 
Bürgermeister Thilo Schreiber „In einer katholischen Kirche das Luther-Jahr in den Mittelpunkt zu stellen, das zeigt, Sie leben die Ökumene“, so Thilo Schreiber. Ein Mut machendes Vorbild und übertragbar auf die Gesellschaft. Es gehe darum, immer das Gemeinsame zu betonen, den „Bäpp“ zu suchen, wie Pitzal es ausdrückte. Gewohnt charmant und humorvoll gab er seinen Gästen eine Einführung zur aktuellen Krippe. Im Zentrum steht die fünf Meter lange Wartburg. Dort widmete sich Luther seiner Übersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache.
 
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Krippe in Malmsheim zu einem regelrechten Publikums-Magneten entwickelt. Menschen aller Altersgruppen und aller Religionen sowie Prominente geben sich die Klinke in die Hand, um dieses Ereignis zu erleben. „Eine grandiose Werbung für unsere Region“, sagte Schreiber. Nicht verwunderlich also, dass die Weil der Städter ihren ganz eigenen Tag in Malmsheim gerne mit besonderen Auftritten gestalten.

Chorvereinigung beim Konzert Die Stimmen der Chorvereinigung rührten die Besucher. Viele lauschten den Melodien andächtig mit geschlossenen Augen und einem bezauberten Lächeln im Gesicht. Den närrischen Humor brachte AHA-Vorstand Michael Borger in Reimform mit zu den Nachbarn – inklusive der Einladung, die Weiler Fasnet im Städtle hautnah mitzuerleben.
 
Türmer und Trompeter Und wenn schon Nachtwächter und Türmer mit dabei sind, darf es auch eine Prise Geschichte sein. Die beiden historisch gewandeten Männer präsentierten Kirchenglocken in Miniatur und berichteten in kleinen Geschichten über ihre Bedeutung und ihren Nutzen. Der Abschluss war nochmal ein Gänsehaut-Garant: Türmer Willi Bothner spielte auf diesen Glocken und begleitet von einem Trompeter des Musikvereins Merklingen die Melodie von „Tochter Zion“ – und plötzlich stimmten die Besucher mit ein. Sie gaben dem bekannten Lied mit deutlichem Summen noch den letzten Schliff.
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Redakteur / Urheber
Christine Strienz, Pressebüro Schiel

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Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!