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Verabschiedung der Ersten Beigeordneten


In der Gemeinderatssitzung am 20. März 2018 fand die offizielle Verabschiedung der Ersten Beigeordneten Frau Susanne Widmaier im Sitzungssaal des Rathauses Weil der Stadt statt. Frau Widmaier selbst konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht an der Sitzung teilnehmen. Da es sich jedoch um die letzte öffentliche Sitzung vor Amtsantritt von Frau Widmaier als Bürgermeisterin der Stadt Rutesheim handelte, verabschiedeten der Bürgermeister, der Gemeinderat und die Verwaltung sich mit vielen anerkennenden Worten von der Ersten Beigeordneten, die dem Gemeinderat die herzlichsten Grüße ausrichten ließ.
 
Eine der wichtigsten Stellen über 10 Jahre vakant
Mit dem Amt des Ersten Beigeordneten war eine der wichtigsten Stellen in der Hierarchie der Weiler Stadtverwaltung über 10 Jahre nicht besetzt. Letzter Stelleninhaber war Dr. Klaus Michael Rückert, welcher zum 06.04.2003 auf eigenen Wunsch ausschied. Da durch diese lange Vakanz Vieles liegen geblieben war, beschloss der Gemeinderat am 18. Juni 2013 einstimmig die Stelle wieder zu besetzen. Insgesamt gingen 19 schriftliche Bewerbungen auf die Stellenanzeige ein. Nach einer Vorauswahl durch den Bürgermeister, abgestimmt mit den Fraktionsvorsitzenden, wurden insgesamt sechs Bewerberinnen und Bewerber zur persönlichen Vorstellung im Auswahlgremium zugelassen. Nach erfolgter Vorstellung wurden zwei Interessenten zur öffentlichen Gemeinderatssitzung am 23. Juli 2013 eingeladen, bei welcher Frau Susanne Widmaier im ersten Wahlgang zur Ersten Beigeordneten gewählt wurde.
 
Viereinhalb Jahre voller Zielstrebigkeit und Ehrgeiz
Frau Widmaier trat ihr Amt offiziell am 1. November 2013 an. In den darauffolgenden viereinhalb Jahren ihrer Amtszeit bewies Susanne Widmaier ihre Zielstrebigkeit und ihren Ehrgeiz. In den Geschäftskreis der Ersten Beigeordneten fielen neben der ständigen allgemeinen Vertretung des Bürgermeisters die Leitung des Dezernats II. Hierzu gehörten das Stadtbauamt, das Bürger- und Ordnungsamt sowie über einen Zeitraum von etwa dreieinhalb Jahren auch die Finanzverwaltung. Zu ihren größten Projekten zählten die Umorganisation des Stadtbauamtes, die Flüchtlingsbetreuung, die Einführung eines neuen Umlegungsmodells, die Entwicklung von Neubaugebieten und Gewerbegebietserweiterungen, die Penny-Markt-Ansiedlung in Schafhausen, der Aufbau der Wirtschaftsförderung sowie der Umbau des Rathauses Merklingen u. v. a. m.. „Mit einer Aufzählung der einzelnen Projekte kann man Frau Widmaier nicht gerecht werden, sie hat ein hohes Tempo vorgelegt“, erklärt Bürgermeister Schreiber. Die von ihr eingeführten Neuerungen hätten teilweise Widerstände aufgebracht, aber die Stadt als Organ verändert und verbessert. Dabei habe sie keine Konflikte gescheut. Diese Eigenschaft habe sie ausgezeichnet und geprägt. „Frau Widmaier hat einen guten und engagierten Job gemacht, es aber als Frau auch nicht immer leicht gehabt“, führt Bürgermeister Schreiber aus. Weil der Stadt habe die letzten viereinhalb Jahre mit einer weiblichen Führungskraft Gleichstellung gelebt. Frauen hätten aber mit Widerständen zu kämpfen, welche Männer in Führungspositionen oftmals nicht hätten.
 
Wiederbesetzung vor besonderer Bedeutung
„Durch die Besetzung der Stelle mit Frau Widmaier hat Weil der Stadt wieder viel aufgeholt in den letzten Jahren. Nun darf aber auch kein Schritt zurückgegangen werden“, betont Bürgermeister Schreiber und berichtet: „Die Abwesenheit von Frau Widmaier war und wird deutlich zu spüren sein. Eine zeitnahe Wiederbesetzung der Stelle ist unerlässlich.“ Nun steht die Festlegung der Modalitäten und Ausschreibungsinhalte an, sodass die Stelle des/der Ersten Beigeordneten voraussichtlich Ende April/Anfang Mai ausgeschrieben werden kann. Die Wiederbesetzung soll bestenfalls noch vor der Sommerpause erfolgen.
 
Würdigung des großen Einsatzes für die Stadt
Bürgermeister Schreiber beglückwünschte Frau Widmaier zu ihrem erfolgreichen Wahlkampf und neuem Amt herzlich. Er verabschiede sie mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge. Am 4. Februar 2018 wurde sie mit 70,8 Prozent der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 57,2 Prozent zur Bürgermeisterin der Stadt Rutesheim gewählt. „Wahlkämpfe sind erbarmungslos, es gibt keinen zweiten Sieger“, gab Bürgermeister Schreiber zu Bedenken. Dass Frau Widmaier es geschafft hat, gönne er ihr von ganzem Herzen. Das tolle Wahlergebnis sei ein großer Vertrauensvorschuss, aber auch eine große Bürde. Ein wenig „neidisch“ könne man in Weil der Stadt auf die finanzielle Lage der Nachbarstadt sein. „Die letzten Jahre in Weil der Stadt sind sicherlich auch eine gute Schule für Frau Widmaier gewesen“ merkte Bürgermeister Schreiber an und wünschte seiner bisherigen ständigen Stellvertreterin auch im Namen aller Gemeinderatsfraktionen alles Gute. Mit dem Abschiedsgeschenk, einem Aquarell mit Stadtansichten und Widmung sowie einem Blumengebinde, wolle man sich nochmals für die geleistete Arbeit bedanken und ihren großen Einsatz für die Stadt würdigen.
 
Von guten Schachspielern und Bürgermeistern
Stadträtin Dr. Rosemarie Sticker verabschiedete sich im Namen der Fraktion der Grünen mit einer Schachblume von der künftigen Bürgermeisterin. „Was ein guter Schachspieler braucht, braucht auch ein guter Bürgermeister: Flexibilität, Kreativität, Geduld, einen langen Atem, taktisches Geschick und mit jedem Spiel verbessert er sich.“ Frau Widmaier habe diese Eigenschaften und daher gute Voraussetzung für das neue Amt. Die Fraktion der Grünen schätze besonders ihre klare Haltung, die es Frau Widmaier manchmal aber auch nicht leicht gemacht habe. Bürgermeister Schreiber bedankte sich schließlich für das schöne Schlusswort und wünschte Frau Widmaier nochmals alles erdenklich Gute und ein „glückliches Händchen“ für ihr Amt als Bürgermeisterin der Stadt Rutesheim. Der Amtsantritt erfolgte zum 1. April 2018.
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Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Weil der Stadt

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