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Häugern-Nord nimmt Gestalt an
Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs steht fest


Fünf Architekten warfen einen konkreten Vorschlag in den Ring. Nun stehen die Sieger fest: Das Büro Zoll Architekten aus Stuttgart und die Freien Landschaftsarchitekten Möhrle+Partner überzeugten mit ihrem Entwurf.
 
Ausstellung des Siegerentwurfes:  V.l.n.r.: Vorsitzender des Preisgerichts Wolfgang Riehle, Bürgermeister Thilo Schreiber, Landschaftsarchitektin Anne-Cathrin Socher sowie die Architekten Peter und Tom-Philipp Zoll
 V.l.n.r.: Vorsitzender des Preisgerichts Wolfgang Riehle, Bürgermeister Thilo Schreiber, Landschaftsarchitektin Anne-Cathrin Socher sowie die Architekten Peter und Tom-Philipp Zoll

„Wir haben sehr gute Arbeiten zu sehen bekommen“, sagte Thilo Schreiber bei der Bekanntgabe des Sieger-Teams am vergangenen Donnerstag in der Mensa des Johannes-Kepler-Gymnasiums. „Es hat sich für uns gelohnt, die städtebauliche Planungskonkurrenz durchzuführen.“
 
Mit dem Baugebiet Häugern-Nord plant Weil der Stadt ein gewaltiges Stück Zukunft. Auf rund 10,5 Hektar Fläche entstehen rund 370 Wohneinheiten für ca. 1.000 neue Einwohner. Gewünscht war, die Vielfalt des Bauens in den Plänen unterzubringen. Deshalb sind in dem Modell von Zoll Architekten/Möhrle+Partner Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser zu sehen. Das ermögliche die soziale Durchmischung, heißt es in der Beschreibung.
 
Weiter ist in Häugern-Nord ein Lebensmitteldiscounter angedacht – ein bestehender soll dorthin umziehen verriet Bürgermeister Schreiber – seniorengerechtes Wohnen soll entstehen, eine Kindertagesstätte ist eingeplant und die Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Hotels wurden geschaffen. „Wir ringen in Weil der Stadt um jedes Bett und in der Altstadt wird nichts machbar sein. Könnte in Häugern-Nord eines gebaut werden, wäre das großartig“, so der Rathauschef. 
 
Modell des Baugebietes Häugern-Nord

Besonders positiv bei dem Plan der Zoll Architekten/Möhrle+Partner fielen zwei üppige Grünzäsuren auf, die das Baugebiet in drei Bereiche einteilen. Einer davon hat noch die Zusatzfunktion, alles was an Wasser das Baugebiet hinunterfließt wird in Richtung Merklinger Ried geleitet. Außerdem haben die Architekten die künftigen Mehrfamilienhäuser direkt an diesen Grünstreifen geplant – anders als Grundstücksbesitzer haben die Mieter keinen eigenen Garten und bekommen so doch Natur direkt vor die Haustüre. Erschlossen wird Häugern-Nord von der Merklinger Straße aus über einen Kreisverkehr, welcher auch den künftigen Baumarkt und eine Gewerbegebietserweiterung erschließen soll.
 
Die Jury, bestehend aus 7 Fachpreisrichtern (Architekten, Landschaftsarchitekten) und 5 Sachpreisrichtern (Gemeinderäte, Bürgermeister) hat sich die Wahl zwischen den fünf Entwürfen nicht leicht gemacht. Zuerst galt es alle zu bewerten. Dann zwei auszuwählen, die in die zweite Runde gehen sollten. Beide Büros bekamen den Auftrag ihre Pläne nochmal zu überarbeiten und an die Anmerkungen der Jury-Mitglieder anzupassen. „Das haben wir natürlich gemacht“, sagt Architekt Peter Zoll vom Geweinner-Büro. „Und wir müssen sagen, so ist der Entwurf wirklich noch sehr viel besser geworden.“
 
Am Ende fiel die Entscheidung zwar „nicht einstimmig aber einmütig“, wie der Vorsitzende des Preisgerichts, Wolfgang Riehle, es ausdrückte. Es ist nun vorgesehen, das Büro Zoll mit der Erarbeitung eines Bebauungsplanentwurfes zu beauftragen.

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Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!