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Strandsommer soll Marktplatz in Weil der Stadt beleben


Strandsommer soll Marktplatz in Weil der Stadt beleben

WEIL DER STADT (red). Weil der Stadt, ohnehin eines der touristischen Glanzlichter der Region, soll in diesem Sommer um eine weitere Attraktion reicher werden. "Weiler Strandsommer" heißt die Veranstaltung, die die Gemeinde in der waren Jahreszeit in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein auf die Beine stellen möchte. "Ich hoffe auf sechs Wochen 30 Grad", formulierte stellvertretend Stadtrat Markus Kling (Freie Wähler) für die große Mehrheit der Ratsrunde.

Weil der Stadt und Strand? Gemeint sind nicht etwa die nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Wochen mancherorts unter Wasser stehenden Wiesen entlang der Würm. Mmitten auf dem Marktplatz soll das sandige Ufer der Keplerstadt entstehen. Geplant ist eine Aktion nach dem Vorbild des bereits seit 2003 stattfindenden "Vaihinger Strandlebens", bei dem sich der Marktplatz der Enzgemeinde regelmäßig und mit großem Erfolg in einen der größten Sandkästen der Region verwandelt.

Liegestühle und Sonnenschirme sollen nun vom 9. Juli bis 31. August für "Sommerfeeling" auch unmittelbar vor dem Weil der Städter Rathaus sorgen. Örtliche Gastronomen haben bereits Interesse an der passenden Bewirtung signalisiert. "Da muss viel los sein", so Citymanagerin Marion Beck, die gemeinsam mit den anderen Beteiligten ein Rahmenprogramm auf die Beine stellen möchte. Ein Beachvolleyballturnier kann sich beispielsweise Stadtrat Georg Riehle (CDU).

Anderer Meinung war in der Ratsrunde nur Nebensitzerin Brigitte Benzinger-König (FDP). Die Veranstaltung sei ein "No-Go" bei älteren Leute: "Ich lehne sie auch wegen der Finanzlage der Stadt ab."

25 000 Euro sind für den "Weiler Strandsommer" inklusive täglicher halbstündiger Sandreinigung in der Haushalt eingestellt, ein Drittel davon übernimmt der Gewerbeverein. "Weitere Sponsoren werden gesucht", unterstrich Bürgermeister Thilo Schreiber. "Je mehr sie Schotter bringen, desto mehr Sand", meinte mit einem Augenzwinkern Stadtrat Josef Weber (SPD). "Den Versuch ist es wert", pflichtete Alfred Kappler (Grüne) bei. "Bei einem Erfolg ist das Geld gut angelegt", ist sich auch Stadtrat Martin Buhl (CDU) sicher.

Der "Weiler Strandsommer" fügt sich ein in die Liste der am Dienstagabend im Gemeinderat von Marion Beck und der für den Tourismus verantwortlichen Michaela Leven vorgestellten Aktivitäten zur Steigerung der Attraktivität nicht nur der Innenstadt: 110 Führungen fanden allein im Reformations-Jubiläumsjahr 2017 mit unter anderem der Vorstellung des heimischen Brenzweges statt. 1500 Besucher waren es beim "Tag des offenen Denkmals". Bereicherung und Anlaufpunkt ist die sogar sonntags geöffnete "Stadt- & Tourist Info".

"Unser gutes Gesicht am Marktplatz", bekräftigte der Schultes. "Die Stadt hat eine gute Grundlage erarbeitet", lobte auch Stadtrat Kappler. Was fehle sei ein Hotel. Ein bekanntes Manko, das zu beheben jedoch nicht zuletzt privater Initiative bedarf. Ein Hotelkonzept mit Markt- und Standortanalyse ist von Seiten der Stadt ebenso geplant wie eine neue Imagebroschüre, Stadttouren in englischer Sprache, Wanderbeschilderung und zusätzliche Marketing-Artikel, um den bislang spärlichen Umsatz von gerade einmal 6500 Euro ein wenig zu steigern.
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Redakteur / Urheber
Kreiszeitung Böblingen Bote

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