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Vor 400 Jahren entdeckte Johannes Kepler sein drittes Planetengesetz


Nachdem Kepler als kaiserlicher Mathematiker in Prag seine beiden ersten Planetengesetze entdeckte und 1609 in der berühmten, zur Weltliteratur zählenden Astronomie Nova (Neue ursächlich begründete Astronomie) veröffentlichte, gelang ihm in Linz ein weiterer Geniestreich.
Am 15. Mai 1618 entdeckte Johannes Kepler in Linz sein drittes Planetengesetz:

"Die Quadrate der Umlaufzeiten der Planeten um die Sonne verhalten sich wie die dritten Potenzen ihrer mittleren Entfernungen zur Sonne."


Diese fundamentale Gesetzmäßigkeit gilt nicht nur für die Bewegung von Planeten um die Sonne, sondern grundsätzlich für alle Körper, die sich um eine wesentlich größere Masse bewegen, z. B. Exoplaneten um Sterne oder auch Satelliten, die die Erde umkreisen.

Feier zum 400jährigen Jubiläum von Keplers Entdeckung des 3. GesetzesDieses historische Ereignis war für das Bundesland Oberösterreich und die Stadt Linz Anlass einen Wissenschaftsempfang zu Ehren Johannes Keplers im Steinernen Saal des Landhauses zu geben, zu dem der Landeshauptmann von Oberösterreich eingeladen hatte. Das Landhaus, heute Sitz der Landesregierung, war seinerzeit die Wirkungsstätte von Keplers Lehrtätigkeit im Dienste der oberösterreichischen Landstände. Im Steinernen Saal wurden auch vier von Keplers Kindern getauft.

Wohnhaus Kepler in LinzIn Linz hatte Kepler mehrere Mondfinsternisse beobachtet und detaillierte Aufzeichnungen über seine Beobachtungsergebnisse angefertigt. Aus diesen Beobachtungen konnte Erich Meyer von der Linzer Astronomischen Gemeinschaft das Haus lokalisieren, in dem Kepler wohnte, als ihm diese Entdeckung gelang. Bisher war nur bekannt, dass Kepler in der Hofgasse gewohnt hatte. In minutiöser Detektivarbeit, für die Meyer unzählige historische Quellen auswerten musste, fand er heraus, dass Johannes Kepler und seine Familie in der Hofgasse 7 wohnten. Dort wurde jetzt eine Gedenktafel angebracht: „Hier wohnte der Astronom Johannes Kepler von 1613 bis 1620 und verfasste wichtige Werke wie ‚Harmonices mundi‘ mit dem berühmten dritten Gesetz.“

Der Österreichische Rundfunk (ORF) sendet im Programm Ö1 am 15.5.,19.05 Uhr ein Interview mit Erich Meyer.

Kepler lebte von 1612 an insgesamt 14 Jahre in Linz, länger als in jeder anderen Stadt. Das dritte Planetengesetz veröffentlichte er 1619 im fünften Buch der Harmonices mundi (Weltharmonik). Mit einer Reihe von Veranstaltungen würdigt die Kepler-Gesellschaft zusammen mit den Universitäten Stuttgart und Tübingen im kommenden Jahr dieses Ereignis unter dem Titel "400 Jahre Weltharmonik".

Presseartikel zum Festakt:


http://www.oe-journal.at/Aktuelles/!2018/0518/W2/30905ooeJKU.htm
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Redakteur / Urheber
Wolfgang Pleithner, Kepler-Gesellschaft Weil der Stadt

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