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Lüften in Schulen


Um das Infektionsrisiko durch virusbelastete Aerosole zu reduzieren, sind gemäß der aktuellen CoronaVO Schule Unterrichtsräume mindestens alle 20 Minuten durch das Öffnen der Fenster zu lüften, es sei denn, dass der Luftaustausch über eine geeignete raumlufttechnische Anlage erfolgt.
 
Da nun die kalte Jahreszeit beginnt, häufen sich bei den Schulen und der Stadtverwaltung Anfragen, wie wir in den nächsten Monaten mit dem Thema umgehen und ob der Einbau von Lüftungsanlagen / Luftreinigern möglich ist.
 
Sowohl die Schulleitungen als auch der Corona-Verwaltungsstab der Stadt und das städtische Gebäudemanagement haben sich mit dem Thema intensiv beschäftigt, Informationen eingeholt und nach Lösungen gesucht.
 
Laut Stellungnahme des Umweltbundesamts sind mobile Luftreinigungsgeräte nicht dafür ausgelegt, verbrauchte Raumluft abzuführen bzw. Frischluft von außen heranzuführen. Sie leisten daher keinen nennenswerten Beitrag, das entstehende Kohlendioxid (CO2), überschüssige Luftfeuchte und andere Stoffe aus dem Klassenraum zu entfernen. Vor dem Einsatz von Geräten, die Viren mittels Ozon inaktivieren sollen, wird wegen möglicher Gesundheitsgefahren gewarnt. Ozon ist ein Reizgas und kann zudem mit anderen Stoffen in der Luft chemisch reagieren, wobei neue Schadstoffe entstehen können.
 
Der kurzfristige Einbau von zentralen Lüftungsanlagen ist nicht möglich. Er wäre mit größeren und entsprechend kostenintensiven Umbaumaßnahmen in den Schulen verbunden. Bei der Planung von Neubauten werden geeignete Lüftungsanlagen künftig mitbedacht. Bei Bestandsgebäuden ist der Einbau sowohl wirtschaftlich als auch technisch kaum darstell- und umsetzbar, da derzeit weder ausreichend Geräte zu vertretbaren Preisen verfügbar sind, noch die notwendigen Kapazitäten bei Fachfirmen zur Verfügung stehen.
 
Leider bleibt in den Schulen als einzige, aber auch effektivste Möglichkeit das Lüften durch das Öffnen von Fenstern. Dabei kommt es auf das „richtige“ Lüften an. Ein ganztägiges Dauerlüften mit gekippten Fenstern führt nicht zu einem ausreichenden Luftaustausch. Wirkungsvoll ist das Stoß- oder Querlüften. Je größer die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen ist, desto effektiver ist das Lüften. Daher ist laut Umweltamt bei kalten Außentemperaturen im Winter ein Lüften von ca. 3-5 Minuten ausreichend.
 
Wir bitten die Eltern darauf zu achten, dass ihre Kinder angemessen gekleidet sind und die Kleidungsstücke einzeln ablegbar sind, so dass die Schüler*innen ihre Kleidung jederzeit an die herrschende Temperatur in der Schule anpassen können.
 
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien, dass Sie gesund über die Wintermonate kommen.

Zum Herunterladen:
- Stellungnahme des Umweltbundesamts zum Lüften in Schulen (PDF)
- Stellungnahme des Umweltbundesamts zu mobilen Luftreinigern in Schulen (PDF)
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Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Weil der Stadt

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