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Die Inzidenz von 50 ist greifbar
Landrat Roland Bernhard: „Die Tendenz zeichnet sich seit Wochen ab.“


Maßnahmen haben Wirkung gezeigt, die Bürgerinnen und Bürger haben sich an die Regeln gehalten
 
 
Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Fälle der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner. Seit fast einem Jahr steht dieser Wert immer im Mittelpunkt. Die Marke 50 wurde in Zusammenhang mit den Lockdown-Maßnahmen gesetzt, um sicherzustellen, dass das Gesundheitssystem, insbesondere die Intensivstationen nicht überlastet werden und die Kontaktpersonennachverfolgung von den Behörden noch geleistet werden kann.

Am 9. November 2020 hatte der Landkreis Böblingen mit einer Inzidenz von 190 seinen bisherigen Höchststand erreicht. Die Regierung hatte Anfang November 2020 verstärkte Maßnahmen beschlossen, die seitdem immer wieder verlängert wurden. „Es ist eine gute Nachricht, dass wir jetzt auch im Landkreis Böblingen wieder ganz nah an einer Inzidenz von 50 sind“, freut sich Landrat Roland Bernhard. „Der Trend ist seit Wochen erkennbar und zeigt, dass die Maßnahmen Erfolg gehabt haben.“ Er danke allen Bürgerinnen und Bürgern im Kreis, die die Regeln beherzigen und mit ihrem Verhalten dazu beitragen, dass sich die Zahlen so erfreulich entwickelt haben.

Die Schließung der Schulen, Restaurants und Geschäfte aber auch die allgemeinen Kontaktbeschränkungen hätten Wirkung gezeigt, beschreibt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Anna Leher. „Neben dem, dass die Fallzahlen deutlich zurückgegangen sind, haben die infizierten Personen deutlich weniger Kontakte, die wir benachrichtigen müssen und die potentiell neue Fälle sein könnten“, so Leher. Waren es im November 2020 noch über 2.000 Kontaktpersonen, die das Amt pro Woche kontaktieren musste, so liegt der Wert aktuell bei rd. 400 Kontaktpersonen pro Woche. Um die Kontakte nachzuverfolgen, hatte das Landratsamt in Spitzenzeiten mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit Bundeswehrsoldaten im Einsatz.

Als weiteren Baustein zur Pandemie-Bekämpfung wurde ein Konzept für den Einsatz von Schnelltestzentren erstellt. Mit insgesamt fünf Testzentren für Antigen-Schnelltests sollen vor allem asymptomatisch Infizierte erkannt werden, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern. „Ich halte die Kritik an den Schnelltests von Teilen der Ärzteschaft für nicht gerechtfertigt, denn sie sind international als wichtiger Baustein zur Pandemie-Bekämpfung anerkannt.“ Der Landkreis will auch im Hinblick auf anstehende Lockerungen des Lockdowns weiter daran festhalten.

Es gebe aber noch keinen Grund zur Entwarnung. „Das Virus ist nicht weg und wir wissen noch viel zu wenig über die Mutationen“, mahnt Roland Bernhard. „Es gilt weiter, sich an die Corona-Regeln zu halten, um sich und die Mitmenschen zu schützen.“ Nur so könne der Trend weiter fortgesetzt werden können. Man wolle sich jetzt nicht zurücklehnen, so der Landrat, sondern weiter daran arbeiten, die Infektionszahlen und damit auch die Inzidenz immer weiter zu senken.

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