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Hitzestress für Stadtbäume - wie wir helfen können


In diesen hochsommerlichen Tagen mit Temperaturen über 30 Grad sind die Stadtgärtner eifrig dabei Stadtbäume und Pflanzungen zu bewässern. Vor allem die Stadtbäume leiden erkennbar unter der Hitze und Trockenheit. Angesichts der extremen Verhältnisse, die auch den älteren und nicht nur den neu gepflanzten Bäumen zu schaffen machen, ist diese Aufgabe jedoch riesengroß und mit den vorhandenen Möglichkeiten kaum zu leisten. Als Bürgerin und Bürger können Sie einen Beitrag für das Wohl der Stadtbäume leisten – sollten Sie einen Stadtbaum vor Ihrer Haustüre haben. Ideal wäre pro Baum eine Wassergabe einmal pro Woche mit ca. 8 bis 10 Zehn-Liter-Eimern (also 80 bis 100 Liter). Das ist so viel Wasser, dass dieses auch die tieferen Wurzeln erreicht. Aber auch ein bis zwei Gießkannen mit zehn Litern mehrmals wöchentlich sind gut. Helfen Sie mit, unsere fürs Klima und Wohlbefinden so wichtigen Bäume vor Hitzeschäden oder gar vorm Absterben zu bewahren! Die Stadtgärtner und die Bäume danken es Ihnen!

Hintergrundinfo – warum sind Bäume wichtig fürs Stadtklima und warum sollten sie trotz Wasserknappheit bewässert werden?

Sie fragen sich vielleicht, warum die Stadt auf der einen Seite zum Wasser sparen in privaten Haushalten aufruft aber auf der anderen Seite um Unterstützung bei der Bewässerung der Stadtbäume bittet.

In Städten erfüllen Bäume wichtige Funktionen – neben der Aufnahme von Kohlendioxid und der Produktion von wichtigem Sauerstoff, spenden sie v. a. Schatten und wirken über die Verdunstung von Wasser über die Blätter der Aufheizung der Stadt entgegen. Bäume sorgen so für ein kühleres Mikroklima. Sogenannte Grünachsen mit großen Bäumen verbessern außerdem den Luftaustausch mit dem Umland. Bäume sind entscheidend im Umgang mit den Klimawandelfolgen in Weil der Stadt, das rechtfertigt die Nutzung von Wasser auch in Zeiten des grundsätzlichen Wassersparens.

Andere Grüngewächse wie z.B. Stauden (v.a. trockenheitsverträgliche) und Rasen (v.a. Blumen- oder Kräuterrasen) können sich nach Trockenheit relativ gut regenerieren – sobald Bäume vertrocknet sind, sind sie tot. Es ist deshalb wichtig, dass wir gemeinsam den Stadtbäumen helfen. Doch dazu müssen Sie nicht das kostbare Wasser aus der Leitung verwenden. Denn in Zeiten von Wasserknappheit ist auch Trinkwasser eine endliche Ressource. Greifen Sie beim Gießen nach Möglichkeit auf Regen- oder Brauchwasser zurück.

Wenn Sie einen Garten haben, können Sie Regenwasser z.B. in einer Tonne sammeln. Aber auch im Haushalt entsteht Brauchwasser, das Sie zum Bewässern der Bäume recyceln können:

Wasser, das morgens im Wasserhahn steht in einem Gefäß auffangen

Altes Wasser aus dem Haustier-Napf oder aus Blumenvasen

Wasser, dass zum Waschen von Gemüse, Salat und Obst benötigt wird

Helfen Sie mit die „grüne Lunge“ der Stadt zu erhalten.


Logo der Region Stuttgart Logo der Heckengäu Natur Nah Die ehemalige freie Reichsstadt Weil der Stadt mit den Stadtteilen Merklingen,
Schafhausen, Münklingen und Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im
idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!