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Energieeinsparmaßnahmen und Energiespartipps


Die drohende Gas- und Energiemangellage im kommenden Herbst und Winter machen konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung erforderlich. Neben der Abwendung eines akuten Mangels an Gas und dem Zusammenbrechen von überlasteten Stromnetzen, kommt dem Thema Energieeinsparung, auch vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Energiepreise, eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung zu.

Welche Maßnahmen setzt die Stadtverwaltung um?

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die von der Verwaltung vorgeschlagenen Energieeinsparmaßnahmen zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Maßnahmen sind teilweise gesetzlich von der Bundesregierung vorgeschrieben (Energieeinsparverordnung), so beispielsweise die Absenkung der Temperatur in öffentlichen Gebäuden. Folgende Maßnahmen zur Energieeinsparung sind vorgesehen oder bereits umgesetzt:

  • Ausweitung der Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung auf den Zeitraum zwischen 00:00 Uhr und 04:30 Uhr. Die Nachtabschaltung wird künftig auch an Freitagen und Samstagen erfolgen (bisher 01:00 bis 04:00 Uhr).
  • Abschaltung der rein ästhetischen oder repräsentativen Beleuchtung an Gebäuden oder Denkmälern, u.a. Kirchenburg und Rathaus Merklingen, Stadtmauer Weil der Stadt, St. Peter und Paul Kirche
  • Absenkung der Temperatur in öffentlichen Gebäuden auf 19°C. Die Beheizung von Durchgangsbereichen wie z. B. Fluren, Foyers, Technikbereichen wird geprüft.
  • Installation von Remote-Steuerungen in Gebäuden mit sehr hohen Verbräuchen, wie z. B. Gemeinschaftsunterkünften.
  • Für die Warmwasserbereitung werden an Waschbecken Boiler und Durchlauferhitzer nicht mehr genutzt – mit Ausnahme der Erforderlichkeit aus hygienischen Gründen.
  • Absenkung der Raum- und Duschtemperatur in Sporthallen
  • Absenkung der Wassertemperatur im Hallenbad auf 26°C
  • Sämtliche Geräte der IT werden, wo möglich, nach Dienstschluss komplett heruntergefahren und nicht nur in den Standby-Modus versetzt.

„Beim Thema Energieeinsparungen kommt es auf jede und jeden an. Mit dem Maßnahmenbündel leisten wir als Stadtverwaltung einen ersten Beitrag. Selbstverständlich prüfen wir stetig, ob weitere Einsparungen möglich sind. Ebenso wichtig ist es, sich zuhause, bei der Arbeit oder in der Freizeit bewusst zu verhalten und sparsam mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen.“ appelliert Bürgermeister Christian Walter.

Wie kann jede und jeder Energie einsparen?

Es gibt viele kleine Maßnahmen, die in der Masse ein großes Einsparpotenzial bieten, dazu gehören:

Wasser/Warmwasser

  • Das Erwärmen von Wasser erfordert viel Energie - oft geht kaltes statt warmes Wasser! Das senkt den Energieverbrauch. (Um nicht versehentlich Warmwasser zu zapfen, drehen Sie den Hebel der Mischbatterie immer nach rechts).
  • Duschen statt Baden - das spart etwa zwei Drittel Wasser, Energie und Geld. Und - sensibilisieren Sie Ihr „Duschgefühl“ - Duschen dauert durchschnittlich 5 Minuten.
  • Schalten Sie den Warmwasserboiler ab, wenn Sie längere Zeit nicht zuhause sind.

Strom

  • Trennen Sie Geräte wie Computer, Drucker und Fernseher nach dem Gebrauch komplett vom Stromnetz – beispielsweise durch abschaltbare Steckdosenleisten. Der Stand-by Betrieb kann erstaunliche Kosten produzieren.
  • Ziehen Sie nach dem Aufladen eines mobilen Endgeräts (Smartphone, Tablet, etc.) das Netzteil aus der Steckdose.
  • Wenn Sie Glühlampen und Halogenglühlampen durch LED-Lampen ersetzen, reduzieren Sie den Stromverbrauch um bis zu 90 %. Dieser Neukauf amortisiert sich schnell.
  • Verzichten Sie auf das Beleuchten von Fassaden und Gärten.
  • Viele Haushalte haben noch eine alte, völlig überdimensionierte Gefriertruhe im Keller stehen. Wer diese nicht mehr nutzt, kann bis zu 600 kWh Strom im Jahr sparen.
  • Erhitzen Sie Wasser mit einem Wasserkocher statt auf dem Elektroherd, so sparen Sie im Jahr mindestens 44 kWh Strom.
  • Beladen Sie die Waschmaschine voll und waschen Sie bei niedrigeren Temperaturen - das reduziert den Stromverbrauch bis zu 70 kWh pro Jahr. Gleichzeitig senken Sie auch Ihren Wasser- und Waschmittelverbrauch.

Heizen

  • Schon wenige Grad Celsius machen einen großen Unterschied - jedes zusätzliche Grad erhöht den Wärmeverbrauch um 6 %. Stellen Sie die Temperaturen so niedrig ein wie möglich.
  • Heizkörper sollten nicht hinter Vorhängen oder Möbeln „versteckt“ werden. So können sie die Wärme nicht optimal in den Raum abgeben.
  • Das Schließen der Rollläden über Nacht verringert die Wärmeverluste durch das Fenster um rund 20 %. Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt und helfen ebenfalls, die Heizkosten gering zu halten.

(Auszug aus den Energiespartipps des Landratsamts Böblingen. Weitere Informationen unter www.lrabb.de/energiespartipps)

Clever lüften, kochen oder waschen: Die Kampagne „CLEVERLÄND – Zusammen Energie sparen“ ruft in einem breiten Bündnis aus Baden-Württemberg zum Energiesparen auf. Weitere Informationen unter www.cleverlaend.de

Weitere Projekte zur energetischen Sanierung und lokalen Stromerzeugung sind geplant

„Neben den kurzfristigen Maßnahmen arbeiten wir mit Blick auf die Energiewende auch daran, unsere städtischen Gebäude energetisch zu sanieren und lokal Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Hierfür setzt die Energie Weil der Stadt (EnWdS) bereits erste Projekte um, beziehungsweise ist in der konkreten Prüfung der Machbarkeit.“, erklärt Erster Beigeordneter Jürgen Katz.

Während die Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf den neuen Vereinsremisen im Sägeweg bereits montiert wird, wird für weitere PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden derzeit deren statische Eignung geprüft. Auf der Liste stehen u.a. Kindergärten, Schulen oder Hallen. Darüber hinaus werden für die beiden geplanten Freiflächen-PV-Anlagen am Sägeweg in Weil der Stadt und am Stubenberg in Schafhausen die Unterlagen zur Genehmigung erstellt. Entsprechende Gespräche mit den zuständigen Behörden wurden bereits geführt, bzw. müssen noch abgeschlossen werden. Für das Thema Windkraft werden aktuell die Plangrundlagen zur Plausibilisierung von möglichen Standorten überprüft. Grundlagen hierfür sind z. B. der aktualisierte Windatlas Baden-Württemberg oder die empfohlenen Abstandsregelungen.

Sämtliche Maßnahmen zur Energieeinsparung und den so erzielbaren Erfolgen beim Thema Kommunaler Klimaschutz sollen bei der Stelle des Klimaschutzmanagers inhaltlich gebündelt werden. Ende August 2022 erhielten die Städte Weil der Stadt und Heimsheim den Zuwendungsbescheid für die beantragte Förderung „Klimaneutrale Kommunalverwaltung“ aus dem Programm Klimaschutz plus des Landes Baden-Württemberg. Bewilligt wurden Fördermittel in Höhe von 157.200 Euro. Die Stadtverwaltung ist bemüht, die Stelle schnellstmöglich zu besetzen.

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Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Weil der Stadt

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