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Ein Jahr neu gestalteter Marktplatz


Mitte Oktober letzten Jahres war es soweit. Fast klammheimlich wurde unser neuer Marktplatz fertig und die Baufahrzeuge und Absperrungen waren plötzlich verschwunden. Das Städtepartnerschaftsfest am 23. Oktober 2021 war dann die erste Veranstaltung auf dem Platz und praktisch die „Inbetriebnahme“ – die Einweihung wurde ja erst im Rahmen des Stadtfestes am 9. Juli 2022 gefeiert.

So ging es fast ein bisschen unter, was denn alles während der Bauarbeiten, außer Herrn Kepler, bewegt wurde. Vieles von dem ist nämlich unter den jetzt sichtbaren Belägen verschwunden, wie zum Beispiel rund 800 m Kanäle und Abwasserleitungen, 300 m Wasserleitung und 1.300 m Kabel, die in Leitungsgräben mit insgesamt ca. 2.500 m3 Aushub ihren Platz fanden. Etwa 1.550 m3 Schottertragschichten für die stabile Befahrbarkeit wurden eingebaut und rd. 160 m3 Betonfundament für Mauern, Treppen, Brunnen, Keplerdenkmal, Weihnachtsbaumhülse, Fahnenmasten und vieles mehr wurden verbaut.

Nach wie vor sichtbar sind die neu gestalteten Oberflächen: Rund 2.100 m2 Granitpflaster im passé-Verband, was etwa 230.000 Pflastersteinen entspricht, 850 m2 Granit-Pflasterplatten, die im inneren Feld des Platzes verlegt wurden, 450 m mit Pflastergurten, die als Rinnen oder Begrenzungen der Beläge hergestellt wurden und ca. 250 m Stufen, die ihren Platz vor dem Rathausbrunnen, unter den Rathausarkaden und vor den Geschäften und Gebäuden gefunden haben. Als Fairtrade-Stadt waren bei der Auswahl des Belags zwei Merkmale besonders wichtig: Gerechte Produktionsbedingungen (insbesondere bei Steinen außerhalb von Europa wird das Risiko ausbeuterischer Kinderarbeit als hoch eingeschätzt) und möglichst kurze Transportwege. Daher wurden für das Platzinnere graue Granit-Pflasterplatten aus Portugal verwendet, für die Randbereiche des Platzes ein rötlich-graues Granit-Kleinpflaster aus den Vogesen.

Mit Strandsommer, lukullischem Herbst und Deutschland singt, aber auch mit dem Wochenmarkt hat der „neue“ Marktplatz schon viele Menschen gesehen und Einiges zu hören bekommen, ist ein Platz von Geschäften und für Geschäfte, lädt zu Verweilen und zum Genießen ein und ist kurz gesagt, das Herz der Stadt. Für noch mehr Belebung sollen die Ansiedlung von Gastronomie und Dienstleistung sorgen, die konkret in Vorbereitung sind.

Wer aber, ein Jahr nach Fertigstellung nochmal in die Bauphase eintauchen möchte, dem sei der kurze Film über die Bauarbeiten aus der Vogelperspektive empfohlen:

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Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Weil der Stadt

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