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Vernünftig und maßvoll einen Vorrat anlegen


Eine Krise jagt die nächste: Die Pandemie, die Flut im Ahrtal, Trockenheit und Hitze, und nun der Krieg in der Ukraine. Letzterer bringt immer wieder Szenarien einer Gasmangellage oder eines Stromausfalls über mehrere Tage in die Schlagzeilen. Und damit auch das, was wir alle tun können, um bestmöglich vorzusorgen.

Denn insbesondere ein mehrtägiger Stromausfall, ein „Blackout“, hätte erhebliche Auswirkungen auf unseren Alltag. Viele Dienste und Annehmlichkeiten, die sonst selbstverständlich funktionieren, wären nicht mehr in Funktion. Fernsehen, Internet, Telefon und Mobilfunk fallen aus und Supermärkte schließen, weil sie weder ihre elektrischen Türen öffnen noch die Kassensysteme nutzen können. Tankstellen können keinen Treibstoff mehr abgeben und Geldautomaten wären außer Betrieb. Der ÖPNV käme stellenweise zum Erliegen und dauert der Ausfall länger, so wären sicherlich auch die Trinkwasserversorgung sowie in Teilen das Wärmenetz betroffen.

Ein zentrales Anliegen für Jede und Jeden ist die eigene Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, wie Trinkwasser, Nahrungsmitteln oder auch mit nötigen Medikamenten. Deshalb gibt es eine Empfehlung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, einen Vorrat für den Eigenbedarf für 10 Tage anzulegen. Diese Empfehlung ist nicht neu – es gibt die dazugehörige Liste im Netz seit Jahren; mit darauf stehen auch Dinge wie ein batteriebetriebenes Radio, Taschenlampen, eine autarke Kochmöglichkeit und andere Aspekte. (www.bbk.bund.de) Darüber hinaus finden sich im Internet verschiedene Rechner, mit denen man sich eine persönliche Vorsorgeliste berechnen lassen kann.

Derzeit gewinnt die Empfehlung wieder an Bedeutung; eine sinnvolle Bevorratung für einige Tage ist eine gute Eigenvorsorge. Sie gibt den staatlichen Behörden und Blaulichteinheiten zudem die Zeit, wieder funktionierende Strukturen aufzubauen, sollten diese zusammengebrochen sein.

Im Landkreis Böblingen stehen den knapp 400.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ca. 3.500 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen, Feuerwehren und des THW gegenüber, die auch selbst mit ihren Familien von der Mangellage betroffen wären. Das bedeutet, dass auf 100 Personen selbst unter idealen Bedingungen nur ein Helfer kommt. Dass unter diesem Aspekt eine gewisse Eigenvorsorge gut ist, leuchtet ein; professionelle Hilfe kann sich so auf die konzentrieren, die sie nötig haben.

Die Güter stehen bei uns zur Verfügung, und jeder sollte in einem sinnvollen Maß einen Vorrat anlegen. Das muss nicht auf einmal und sofort geschehen. Die Betonung liegt hier auf „sinnvoll“. Denn einen Vorrat kann man über Tage und Wochen anlegen. So kann die Empfehlung zur Eigenvorsorge für alle funktionieren.

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Redakteur / Urheber
Pressestelle Landratsamt Böblingen

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