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Film im Gespräch am Weltfrauentag


Herstellung von Used Look JeansDer Dokumentarfilm von 2015 zeigt, wie Menschenrechte und Sicherheitsvorschriften bei der Kleiderherstellung in Bangladesch missachtet werden. Die Filmemacher drehten in maroden Fabriken, in denen auch H&M und KIK produzieren lassen und sprachen mit ArbeiterInnen und Fabrikbesitzern darüber, was Modekonzerne unternehmen, um menschenunwürdige Arbeitsbedingungen zu beenden. Wieviel verdient eine Näherin?Die Regisseurin Inge Altemeier war anwesend und beantwortete im anschließenden Gespräch die Fragen der Zuhörerinnen. Auch nach der verheerenden Brandkatastrophe beim Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza im Jahr 2013 geschehe immer noch zu wenig zur Verbesserung der Zustände. Die deutsche Politik sei zu nachgiebig. Das zögerlich in Gang gebrachte „Textilbündnis“ zwischen Akteuren in der Textilindustrie, Gewerkschaften und der deutschen Regierung, das für mehr soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz in den Lieferländern wie Bangladesch sorgen soll, verlasse sich auf unüberprüfte Selbstverpflichtungen  der Textilfirmen und lasse viele Schlupflöcher. Inge Altemeier sieht zum Beispiel im Kleidertausch eine Möglichkeit, Kleider länger zu nutzen und trotzdem dem Bedürfnis nach Neuem gerecht zu werden.
 
Tauschrausch statt Kaufrausch                          Dies wurde unter dem Motto „Tauschrausch statt Kaufrausch“ anschließend ausprobiert. Eine größere Zahl von Kleidungsstücken fand neue Besitzerinnen, die sich um die Kleiderständer drängten.



 
Frauenchor mit Tijana VelicDer Frauenprojektchor Viva unter der Leitung von Tijana Velic umrahmte den Abend mit schwungvoll vorgetragenen Frauenliedern aus mehreren Ländern. Der Eine-Welt-Laden sorgte mit fairen Snacks und Getränken für eine gesellige Atmosphäre. Jutta Wastl zeigte nachhaltig produzierte Mode, deren Hersteller sich hohen ökologischen und sozialen Anforderungen stellen und in Europa produzieren lassen.
 
Ermöglicht wurde der Abend durch die großzügige Unterstützung der Fairtrade-Stadt Weil der Stadt. Die zahlreichen Gäste des Abends zeigten sich ihrerseits großzügig und spendeten über 350 € für das Frauenprojekt des Eine-Welt-Ladens in Südindien.
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Redakteur / Urheber
Hildegard Hornung, Eine-Welt-Laden Weil der Stadt

Logo der Region Stuttgart Logo der Heckengäu Natur Nah Die ehemalige freie Reichsstadt Weil der Stadt mit den Stadtteilen Merklingen, Schafhausen, Münklingen und
Hausen liegt ca. 30 km westlich von Stuttgart im idyllischen Heckengäu und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!