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Gemeinderat Weil der Stadt besucht die Modellflug AG


Am Johannes-Kepler-Gymnasium Weil der Stadt lernt man seit fast einem Jahrzehnt nicht nur die klassischen Schulfächer, sondern auch den Entwurf, Bau und Betrieb von funkferngesteuerten leichten Modellflugzeugen. Letzteres erfolgt in der Sporthalle, in der immer günstiges Flugwetter herrscht. Die unmittelbare Nachbarschaft  von Bastelraum und „Flughalle“ ist die optimale Voraussetzung für die Modellflug AG.

Der Gemeinderat Weil der Stadt besucht die Modellflug AG des Johannes-Kepler-Gymnasiums. Der Leiter Prof. Dr. Gerhard Busse (Mitte stehend) bei der Vorführung mit seinen Schülerinnen und Schüler in der Sporthalle.
Der Gemeinderat Weil der Stadt besucht die Modellflug AG des Johannes-Kepler-Gymnasiums. Der Leiter Prof. Dr. Gerhard Busse (Mitte stehend) bei der Vorführung mit seinen Schülerinnen und Schüler in der Sporthalle.

Dort hatten die jungen Piloten am 21. Mai die bisher einmalige Gelegenheit, vor Bürgermeister Schreiber, Gemeinderat sowie Schulleiter Dr. Bayer ihr Können zu zeigen. Zuerst führten die Anfänger, Schüler der 5. Klasse, die erst seit einem halben Jahr in der AG sind, ihre Hubschrauber und Quadrocopter vor. Mit diesen käuflichen Fluggeräten wird die Verbindung Auge/Flugbewegung trainiert, um schnelle rechts/links-Reflexe zu entwickeln. Die Quadrocopter fliegen in der Weihnachtszeit mit Engeln und in der Fasnet mit Weil der Städter Hexen. Auch bei dieser Vorführung flogen zwei Hexen mit. Anschließend zeigten die Anfänger, dass sie auch bereits Übungsflugzeuge beherrschen, die die AG selber gebaut hat.

Die zweite Hälfte der Vorführung gehörte den Fortgeschrittenen, die schon mehr als ein Jahr in der AG sind und die bereits die schwierige Kunstflugprüfung bestanden haben. Ihre ebenfalls selber gebauten  leistungsfähigen Kunstflugzeuge, die mehr Schubkraft als Gewicht haben,  beeindruckten und begeisterten mit perfekt beherrschten Flugfiguren, die einem dreidimensionalen Ballett ähnelten.

Luftfahrt spricht Schüler emotional an: Ohne es zu merken,  erwerben sie neben Teamfähigkeit auch breites Wissen z.B. über Werkstoffe, Materialbearbeitung, Fügetechnik, Elektronik,  Luftverkehrsregeln und Flugphysik. Zudem wird systematisches Arbeiten geübt, also die Fähigkeit, an einer Sache zielorientiert dranzubleiben. Damit wird am Weiler Gymnasium in einer frühen Phase technisches Interesse geweckt und vielleicht unerkannte Begabung für die spätere aussichtsreiche Berufswahl erschlossen.

Der Arbeit in der AG kommt zugute,  dass ihr Leiter Prof. Dr. Gerhard Busse selbst einen Pilotenschein hat und zur Luft- und Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart gehört. Die AG hatte deswegen bereits öfters Gelegenheit, die beiden Weltrekordflugzeuge (ein- bzw. zweisitzig) des Instituts für Flugzeugbau (IFB) der Universität zu besichtigen, mit dem das JKG seit Jahren eng kooperiert. Beim jährlichen Tag der Wissenschaft der Universität (dieses Jahr am 29.6.) wirkt die AG regelmäßig am IFB mit. Es sei schon vorab verraten, dass in der Kinder-Uni Weil der Stadt für den 7. 11.19 eine Vorlesung des IFB vorgesehen ist - natürlich über Flugzeuge.
Der Besuch des Gemeinderats, bei dem nicht mit Lob für die Vorführung in der Sporthalle des JKG gespart wurde, hat die jungen Piloten der AG sehr beeindruckt und angespornt. In guter Erinnerung bleibt er ihnen auch durch die von Bürgermeister Schreiber überreichte kleine finanzielle Zuwendung, die inzwischen einstimmig für einen gemeinsamen Besuch im Technikmuseum Speyer vorgesehen wurde. Schreiber dankte vor allem dem Leiter der Modellflug AG Prof. Dr. Gerhard Busse für seine vorbildliche ehrenamtliche Leitungstätigkeit der Modellflug AG zum Wohle der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sowie dem Schulleiter Dr. Rolf Bayer für dessen große Unterstützung der AG.     

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