Ein wichtiger Meilenstein für den Schulcampus Jahnstraße ist erreicht: Die Bauarbeiten für den Neubau der Grundschule sollen im April 2026 beginnen. In seiner Sitzung Ende September hat der Gemeinderat einstimmig die Vergabe der Leistungen an die Generalunternehmer Geiger Schlüsselfertigbau GmbH & Co. KG und müllerblaustein Holzbauwerke GmbH beschlossen. Damit ist der letzte Verfahrensschritt im Vergabeverfahren für den ersten Bauabschnitt abgeschlossen.

Der Schulcampus Jahnstraße ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema für Gemeinderat und Stadtverwaltung. Bereits im September 2021 fiel der Grundsatzbeschluss, die Schularten Grundschule, Gemeinschaftsschule, Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) sowie Realschule neu zu bauen. Der geplante Zeithorizont für das Gesamtprojekt beträgt etwa 15 Jahre.

Erster Bauabschnitt: Neubau der Grundschule

Im ersten Bauabschnitt entsteht eine Grundschule für 275 Schüler in 16 Klassen. Auf einer geplanten Nutzfläche von rund 3.000 m² wird ein modernes Lernhaus mit Klassenzimmern, Gruppenräumen, kleinen Teambereichen für Lehrkräfte und sanitären Anlagen gebaut. Der Startschuss für diesen Abschnitt fiel im November 2022 mit der Vergabe der Planungsleistungen. Anschließend folgten umfangreiche Ausschreibungen und ein mehrstufiges Vergabeverfahren, das aufgrund der Größe des Projekts EU-weit durchgeführt werden musste. „Nach all diesen Verfahrensschritten werden wir den Fortschritt im nächsten Jahr dann auch endlich in der Jahnstraße sehen können“, freut sich Bürgermeister Christian Walter. 

Zeitplan und Bauablauf

Anfang 2026 sollen die Interimscontainer errichtet werden. Anschließend folgt der Rückbau einzelner Klassenzimmer der bestehenden Grundschule, bevor im April 2026 die Bauarbeiten für den Neubau beginnen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2027. Läuft alles wie geplant, findet der Unterricht ab Anfang 2028 in der neuen Grundschule statt. 

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtprojektkosten belaufen sich derzeit auf rund 18,65 Millionen Euro. Darin enthalten sind neben den jüngst beauftragten Generalunternehmerleistungen für den Neubau (13,9 Millionen Euro) auch Honorar- und Verfahrenskosten, die Interimscontainerschule sowie der Teilabriss der alten Grundschule. Abzüglich bereits bewilligter Fördermittel und noch erwartbarer Schulhausbauförderung beträgt der städtische Anteil rund 10,85 Millionen Euro.

Redaktion

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