Pape, Sonja
Verwaltung Kindertagesbetreuung
Hätten Sie es gewusst? Ein Kita-Platz kostet durchschnittlich rund 12.800 Euro pro Jahr. Wie sich die Finanzierung der städtischen Kindertagesstätten zusammensetzt, erfahren Sie auf dieser Seite.
In der Sitzung am 30. Juni 2026 hat der Gemeinderat die Satzung über die Benutzung der städtischen Betreuungseinrichtungen neu gefasst und höhere Kitagebühren mehrheitlich bei 19 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen beschlossen.
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Die Kosten für die Kinderbetreuung steigen jedes Jahr. Hauptgrund hierfür sind die steigenden Personalkosten, die den größten Anteil an den Gesamtausgaben ausmachen.
Die Erhöhung der Kitagebühren orientiert sich an der gemeinsamen Empfehlung der kommunalen und kirchlichen Landesverbände. Im Kita-Jahr 2026/2027 werden die Kitagebühren um 4,5 % erhöht, im Kita-Jahr 2027/2028 um weitere 4 %.
Stadtverwaltung und Gemeinderat sind sich bewusst, dass die Gebührenerhöhung die Familien finanziell zusätzlich belastet. Sie ist aber leider zwingend notwendig, da es aufgrund der Gesamtverantwortung für die finanzielle Situation der Stadt nicht vertretbar erscheint, die weiter steigenden Ausgaben ausschließlich aus
Ein Kita-Platz kostet durchschnittlich rund 12.800 Euro pro Jahr.
Die jährlichen Aufwendungen für die Kinderbetreuung liegen bei 10,6 Mio. Euro. Den größten Anteil machen mit rund 75 % die Personalkosten aus.
Die wesentlichen Aufwendungen im Überblick:
Die Kosten für die Kinderbetreuung werden aus verschiedenen Quellen gedeckt. Den größten Anteil trägt die Stadt mit rund 5,9 Mio. Euro. Hinzu kommen Landeszuschüsse von rund 2,9 Mio. Euro sowie Kitagebühren von rund 1,5 Mio. Euro.
Nein, im Gegenteil. Den jährlichen Aufwendungen von rund 10,6 Mio. Euro stehen ordentliche Erträge von rund 4,8 Mio. Euro (1,5 Mio. Euro Kitagebühren; 2,9 Mio. Euro Landeszuschüsse) gegenüber.
Die Gebühren der Eltern decken damit lediglich rund 14 % der Gesamtkosten. Das verbleibende Defizit von rund 5,9 Mio. Euro wird aus allgemeinen Haushaltsmitteln der Stadt finanziert. Damit trägt die Stadt rund 55 % der Kosten der Kinderbetreuung.
Die kommunalen und kirchlichen Landesverbände empfehlen seit vielen Jahren, dass die Kitagebühren rund 20 % der Gesamtkosten decken sollen.
In Weil der Stadt liegt der Kostendeckungsgrad derzeit bei knapp 14 %. Sollte der empfohlene Kostendeckungsgrad von 20 % erreicht werden, müssten die Gebühren also um rund 50 % angehoben werden.
Die tatsächlichen Gebühren unterscheiden sich je nach Betreuungsform erheblich. Sie richten sich unter anderem nach dem Alter des Kindes (U3 oder Ü3) sowie nach dem Betreuungsumfang (Ganztagsbetreuung, Halbtagesbetreuung oder verlängerte Öffnungszeiten).
In der öffentlichen Diskussion wird häufig der Eindruck vermittelt, dass die Kitagebühren in Weil der Stadt deutlich höher seien als in den umliegenden Kommunen.
Ein solcher Vergleich ist jedoch nur aussagekräftig, wenn dieselben Betreuungsangebote miteinander verglichen werden. So müssen beispielsweise U3- und Ü3-Betreuung, Ganztags- und Halbtagsangebote sowie die Zahlung von elf oder zwölf Monatsraten getrennt betrachtet werden.
Die Stadtverwaltung hat die Gebühren mit den umliegenden Kommunen verglichen. Dabei zeigt sich, dass die Kitagebühren in anderen Kommunen zum Teil sehr ähnlich, teilweise auch höher ausfallen als in Weil der Stadt.
Um die Gebühren transparenter und besser mit anderen Kommunen vergleichbar zu machen, hat der Finanz- und Verwaltungsausschuss empfohlen, die Kitagebühren ab dem 1. September auf zwölf statt bisher elf Monatsraten zu verteilen.
Dadurch fällt die monatliche Belastung geringer aus. Gleichzeitig werden künftig auch für den Monat August Kitagebühren erhoben.
Diagramme zur Finanzierung der Kitas