Schulcampus Jahnstraße

Was ist geplant? Woran wird gerade gearbeitet? Was sind die Etappen & Meilensteine? Und was kostet das Projekt? Informieren Sie sich über das größte städtische Projekt.

Was ist geplant?

Projektübersicht

Am bestehenden Schulstandort in der Jahnstraße wird ein Schulcampus mit allen bereits vorhandenen Schulformen neu gebaut. Bis 2036 soll der Neubau der Grundschule,
Gemeinschaftsschule, Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) und Realschule realisiert werden.

Eine Grundsatzentscheidung über die langfristige bauliche Entwicklung des Johannes-Kepler-Gymnasiums steht noch aus.

Bauabschnitt 1

Neubau der Grundschule

Im ersten Bauabschnitt wird die Grundschule für 275 Schüler in 16 Klassen neu gebaut. Auf einer geplanten Nutzfläche von rund 3.000 m² wird ein modernes Lernhaus mit Klassenzimmern, Gruppenräumen, kleinen Teambereichen für Lehrkräfte und sanitären Anlagen gebaut. Der Neubau soll eigenständig betrieben werden können, falls sich der nächste Bauabschnitt um Jahre verzögern sollte. Die Grundschule ist derzeit Teil der Heinrich-Steinhöwel-Schule (HSS), also der Gemeinschaftsschule.

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2027. Läuft alles wie geplant, findet der Unterricht ab Anfang 2028 in der neuen Grundschule statt. Während der Bauphase wird der Unterricht teilweise in Interimscontainern durchgeführt.

Was wurde bereits erreicht?

Etappen & Meilensteine

Mit dem symbolischen Spatenstich Ende April ist der offizielle Start für den Neubau der Grundschule in Weil der Stadt erfolgt.

„Der Spatenstich ist ein wichtiger Meilenstein. Weil der Stadt ist eine Schulstadt. Mit dem Neubau der Grundschule investieren wir in die Kinder und Familien. Ich freue mich, dass wir nach Jahren der Vorbereitung, Entscheidungsfindung, Planung und Fördermittelakquise nun sichtbare Fortschritte sehen“, betont Bürgermeister Christian Walter.

Pressemitteilung

Ein wichtiger Meilenstein für den Schulcampus Jahnstraße ist erreicht: Die Bauarbeiten für den Neubau der Grundschule sollen im April 2026 beginnen. In seiner Sitzung Ende September hat der Gemeinderat einstimmig die Vergabe der Leistungen an die Generalunternehmer Geiger Schlüsselfertigbau GmbH & Co. KG und müllerblaustein Holzbauwerke GmbH beschlossen. Damit ist der letzte Verfahrensschritt im Vergabeverfahren für den ersten Bauabschnitt abgeschlossen.

Sitzungsunterlagen

Städtische Mitteilung

„Jetzt wird es ernst“, fasste Bürgermeister Christian Walter den Beschluss in der Sitzung zusammen: Am 30. April 2024 hat der Gemeinderat den Neubau der Grundschule Weil der Stadt beschlossen. Dabei handelt es sich um den ersten Bauabschnitt des Projekts Schulcampus Jahnstraße. Geplant ist, dass die Bauarbeiten im Juli 2025 beginnen.

Sitzungsunterlagen

Städtische Mitteilung

Für die Realisierung des 1. Bauabschnitts hat die Stadt von der KFW-Bank eine Förderzusage in Höhe von rund 1 Mio. Euro erhalten. Voraussetzung für die Förderung ist die Einhaltung von Qualitätskriterien nach DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V.) und QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude). Der Gemeinderat hat daher ein entsprechend qualifiziertes Büro mit der baubegleitenden Kontrolle beauftragt.

Sitzungsunterlagen

Zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung des Schulcampus hat der Gemeinderat eine Vorkaufssatzung erlassen. Derzeit befinden sich die betroffenen Grundstücke in privater Hand. Im Falle eines Verkaufs hätte die Stadt jedoch das Recht, diese vor einem anderen Käufer zu erwerben. Es wäre denkbar, auf den zur Würm hin gelegenen Grundstücken weitere Freiflächen für den Schulcampus zu schaffen.

Sitzungsunterlagen

Der Neubau der Grundschule soll durch einen externen Projektmanager begleitet werden. Für ein Bruttohonorar von rund 250.000 Euro hat der Gemeinderat das Büro Wolfram GmbH & Co. KG mit der Projektsteuerung und Projektleitung beauftragt. Die Realisierung der Grundschule soll durch einen Generalunternehmer erfolgen. Da hierfür eine detaillierte und konsolidierte Planung vorliegen muss, ist eine externe Projektsteuerung sinnvoll. 

Sitzungsunterlagen

Für den Neubau der Grundschule hat der Gemeinderat die Leistungen für folgende Fachplanungen vergeben: Objekt, Freianlagen, Tragwerk, Elektro, Heizung/Lüftung/Sanitär,  Bauphysik, Brandschutz. Die Planungen wurden in einem zweistufigen Verfahren EU-weit ausgeschrieben. Die ausgewählten Büros kommen jedoch alle aus Baden-Württemberg.

Pressemitteilung

Sitzungsunterlagen

Im September 2021 hat der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Schulentwicklung in Weil der Stadt gefasst. Einstimmig wurde beschlossen, die Schularten Grundschule,
Gemeinschaftsschule, Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) und Realschule neu zu errichten. Als Zeithorizont wurde ein Zeitraum von ca. 15 Jahren festgelegt.

Pressemitteilung

Sitzungsunterlagen

Am Anfang des Projektes stand eine so genannte Bedarfsanalyse - die Planung der Planung. Darin wurden alle Rahmenbedingungen für die zukünftige städtebauliche und architektonische Planung festgelegt. Auf Basis der pädagogischen Konzepte der einzelnen Schulen wurden in enger Abstimmung mit den Schulleitungen die erforderlichen Raumkapazitäten und -konstellationen erhoben und zusammengeführt.

Was kostet das Projekt?

Finanzierung

Die Gesamtkosten für den Neubau der Grundschule belaufen sich auf rund 18,7 Millionen Euro. Das Gesamtprojekt wird durch mehrere Förderprogramme unterstützt. Für den Neubau
der Grundschule kann die Stadt Weil der Stadt Mittel aus drei Förderprogrammen in Anspruch nehmen: 4,2 Millionen Euro Landesmittel aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau, 2,5 Mio. Euro Landesmittel aus der Schulhausbauförderung und 1,1 Mio. Euro Bundesmittel aus der KFW-Förderung für „Klimafreundliche Neubauten“. Insgesamt
konnten also 7,8 Millionen Euro Fördermittel erzielt werden. 10,9 Millionen Euro werden aus dem städtischen Haushalt finanziert.

Für den Neubau der Grundschule, der Gemeinschaftsschule, des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) und der Realschule rechnet die Stadt mit Kosten von rund 52 Millionen Euro. Durch Mittel aus der Schulbauförderung und Zuschüsse für energieeffizientes Bauen geht die Stadt davon aus, etwa die Hälfte dieser Summe selbst tragen zu müssen. Trotz der enormen Belastung für den städtischen Haushalt ist das Projekt aus Sicht der Verwaltung realisierbar.

FAQ

Fragen & Antworten

Im Rahmen der Bedarfsanalyse wurde geprüft, ob für die vorhandenen Gebäudestrukturen aller Schulen nicht eine Sanierung die wirtschaftlichere Lösung wäre. Diese Prüfung ergab jedoch aus verschiedenen Gründen eine klare Wirtschaftlichkeit für die Neubauvariante. Zum einen sprechen technische Gründe für einen Neubau, z.B. die fehlende statische Eignung der Gebäude für Aufstockungen oder energetische Sanierungen. Zum anderen sind die Grundrisse für heutige Schul- und Lernformen oft ungeeignet.

Zur Begleitung des Projekts wurde ein Projektausschuss gebildet. In ihm sind Mitglieder des Gemeinderates vertreten. Auch die Schulleitungen werden regelmäßig in die Planungen einbezogen.

Ansprechpartner