Katz, Jürgen
Erster Beigeordneter
Was ist geplant? Was sind die Etappen & Meilensteine? Und was kostet das Projekt? Informieren Sie sich über die Planungen zum Kindergartenquartier Kirchenburg in Merklingen.
Was ist geplant?
Unter dem Projektnamen Kindergartenquartier Kirchenburg soll in Merklingen ein neuer Kindergarten gebaut werden. Geplant sind 5 Gruppen mit insgesamt 95 Plätzen, davon 20 im U3-Bereich. Mit dem Neubau wird ausreichend Platz geschaffen, um die beiden Ü3-Gruppen des Kinderhauses an der Kirchenburg in der neuen Kita unterzubringen und zusätzliche Krippen- und Kindergartenplätze zu schaffen.
Um das Grundstück optimal zu nutzen, sollen über der Kindertagesstätte 23 Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 60 m² und 140 m² entstehen. Bis zu fünf dieser Wohneinheiten sollen als sozialer Mietwohnraum angeboten werden.
Anschließend soll der Kindergarten Rabennest im Merklinger Quellenweg in das Bestandsgebäude des Kinderhauses an der Kirchenburg verlegt werden, um auf dem Grundstück am Quellenweg einen Ersatzneubau für den Kindergarten Rabennest zu realisieren.
Nach Fertigstellung des Rabennest-Neubaus kann nach aktuellem Stand der Kita-Bedarfszahlen das Bestandsgebäude Kinderhaus an der Kirchenburg zu Wohnzwecken umgenutzt und gegebenenfalls veräußert werden.
Was wurde bereits erreicht?
Nach intensiver Beratung in mehreren Gemeinderatssitzungen hat der Gemeinderat am 28. Juni 2022 der stufenweisen Beauftragung der Architektenleistungen für das Projekt zugestimmt.
Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 28. März 2023 gefordert, dass vor einer weiteren Beauftragung der Architekten die Grundstückssicherung durch die Stadt sichergestellt sein muss. Hierauf gab es, nach Festlegung der Erwerbskonditionen in der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 23. Mai 2023, konkrete Grundstücksverhandlungen zwischen der Stadt und den Eigentümerfamilien. Mittlerweile liegen die schriftlichen Zustimmungen der Eigentümerfamilien zum Grundstücksverkauf an die Stadt innerhalb des vom Gemeinderat gesetzten Verhandlungsrahmens vor. Daher konnten in der Gemeinderatssitzung am 25. Juli 2023 die nächsten Leistungsphasen der Architektenleistung beauftragt werden.
Das vorgesehene Gebiet „Kindergartenquartier Kirchenburg Merklingen“ war zunächst Teil des Bebauungsplanverfahrens „Ortskern Merklingen. In diesem Verfahren werden Maßnahmen zur Umstrukturierung und Revitalisierung des ehemals landwirtschaftlich geprägten Ortskerns ausgearbeitet. Stadtgestalterisch prägend ist die Fülle an baulichen Kulturdenkmalen. Deren Erhalt und Nutzungsentwicklung bilden den Rahmen und Maßstab dieses Verfahrens.
Die besonderen Nutzungsanforderungen, insbesondere auch die räumlichen Anforderungen an den Kindergarten, lassen sich im Projektgebiet nur durch ein kompaktes freistehendes Gebäude umsetzen. Aufgrund der terminlichen Zwänge und den besonderen städtebaulichen Anforderungen ist es zweckmäßig, diesen Bereich aus dem laufenden Verfahren
„Ortskern Merklingen“ herauszutrennen und in einem separaten Verfahren weiter zu führen.
In der Sitzung hat der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans „Kindergartenquartier Kirchenburg Merklingen“ im beschleunigten Verfahren nach § 13a Baugesetzbuch sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit, Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange beschlossen.
Nach einer ersten Vorstellung der Pläne im März 2023 hatte der Gemeinderat gefordert, die Wirtschaftlichkeit und die Realisierungsmodelle des Projekts durch ein externes Unternehmen untersuchen zu lassen. Geprüft wurde beispielsweise, ob der Neubau durch die Stadt Weil der Stadt oder durch einen Investor realisiert werden soll oder ob die Wohneinheiten verkauft oder vermietet werden sollen. Die Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit und zum Realisierungsmodell wurden dem Gemeinderat in der Sitzung am 25. Februar vorgestellt.
Parallel zu den Projektplanungen wurde auch der Bebauungsplan „Kindergarten Kirchenburg Merklingen“ vorangetrieben. So konnte der Gemeinderat in der Sitzung den Satzungsbeschluss fassen.
Der Gemeinderat hat den Auftrag für den Neubau des Kindergartenquartiers Kirchenburg einstimmig an die Firma Weisenburger Bau GmbH vergeben. Die Leistungen des Generalunternehmers belaufen sich auf rund 11,1 Millionen Euro.
„Wir freuen uns über das sehr gute Ausschreibungsergebnis. Der Vergabepreis liegt rund zwei Millionen Euro unter dem für die Bauleistungen angesetzten Budgetrahmen von 13,1 Millionen Euro“ betonte Bürgermeister Christian Walter im Gemeinderat.
In der selben Sitzung wurde auch die Bauherrenvertretung während der Realisierungsphase vergeben.
Der Neubau wird von der Firma Weisenburger Bau GmbH realisiert. Nach der Auftragsvergabe im Gemeinderat Ende April wurde Anfang Juni der Vertrag mit dem Generalunternehmer unterzeichnet.
Was kostet das Projekt?
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projektes wird auf 17,8 Mio. Euro geschätzt. Darin enthalten sind alle Planungs- und Baukosten, aber auch die Finanzierungskosten und die Kosten für das Projektmanagement. Darüber hinaus rechnet die Stadt, je nach Anteil geförderter Wohnungen, mit bis zu 1,9 Mio. Euro an Fördermitteln. Das Projekt soll im städtischen Eigenbetrieb Liegenschaften realisiert werden.